EPA lässt schon wieder unbequeme Klimadaten verschwinden…

Klimadaten und EPA: „Niemand weiß, wie es geschah – plötzlich war'n sie nicht mehr da!“ Bild: Stefan Bayer / pixelio.de

…darunter diesmal die „Staubschüssel-Jahre“ der 1930er Jahre
Anthony Watts

Die US-Umweltschutzbehörde EPA hat unter der neuen Biden-Regierung wieder ihren Climate Change Indicator freigeschaltet. In der neuen Präsentation hat die EPA aber einfach Daten verschwinden lassen, die nicht zu dem Narrativ passen, wonach die Menschen einen gefährlichen Klimawandel verursachen.
[Hervorhebung vom Übersetzer]

Indem die EPA die zuvor schon gezeigten Daten unvollständig wiedergibt, führt sie die Öffentlichkeit in die Irre, indem sie mit den Daten Schindluder treibt. Die Website Climate Realism zeigte als Erstes diesen Vorgang des Verschwindenlassens von Daten in dem Report National Fire Center Disappears ‘Inconvenient’ U.S. Wildfire Data.

Jetzt macht die EPA das Gleiche – sie löscht wichtige historische Temperaturdaten. Die EPA hat ihre frühere Webseite Climate Change Indicators: High and Low Temperature gelöscht und durch eine neue ersetzt. Zuvor zeigten sie den U.S. Heat Wave Index von 1895 bis 2015, der eindeutig die einzigartige Dürre- und Hitzeperiode der 1930er Jahre dokumentiert hatte.

Glücklicherweise vergisst das Internet nie, und erst am 1. Mai 2021 wurde die ursprüngliche EPA-Site im Internet archiviert, so wie in Abbildung 1 dargestellt:

Abbildung 1. Frühere EPA-Grafik vor der Änderung der Biden-Administration mit Daten von 1895 bis 2015.

Beachten Sie in Abbildung 1, dass es einen sehr auffälligen Temperaturanstieg in den 1930er Jahren während der sogenannten „Dust Bowl“-Periode in der Geschichte der USA gibt. Laut dem National Weather Service:

Die ‚Dust Bowl‘-Jahre von 1930-36 brachten den Vereinigten Staaten einige der heißesten Sommer, die jemals aufgezeichnet wurden, insbesondere in den Ebenen, dem oberen Mittleren Westen und den Staaten am Großen See. Im oberen Mississippi-Tal wurden in den ersten Juliwochen des Jahres 1936 die höchsten Temperaturen dieser Periode gemessen, darunter viele neue Rekordwerte.

Die Reihe von heißen, trockenen Tagen war auch tödlich. Landesweit wurden etwa 5000 Todesfälle mit der Hitzewelle in Verbindung gebracht.

Diese langjährige Hitzewellen-Index-Tabelle wurde nun durch eine neue Tabelle ersetzt, die jede Vorstellung von der großen Hitzewellen-Periode der 1930er Jahre einfach „verschwinden“ lässt. Die EPA löschte die früheren Daten und ersetzte sie durch Daten, die für ein alarmistisches Narrativ passender sind, wie Abbildung 2 unten zeigt:

Abbildung 2. Neue EPA-Karte nach dem Wechsel der Biden-Administration mit Daten von 1910 bis 2015.

Die EPA hat auch eine weitere neue Seite Climate Change Indicators: Heat Waves hinzugefügt, die nicht einmal die „Dust Bowl“ der 1930er Jahre enthält. Stattdessen beginnt die Auflistung der EPA in den 1960er Jahren, einem Hitzewellen-Minimum im 20. Jahrhundert, wie in Abbildung 3 zu sehen ist. Indem die EPA die neuen Diagramme in den 1960er Jahren beginnt, anstatt alle verfügbaren Daten bis 1895 zurück zu verwenden, stellt sie einen künstlichen positiven und ununterbrochenen Aufwärtstrend bei Hitzewellen sicher.

Abbildung 2. Neue EPA-Karte nach dem Wechsel der Biden-Administration mit Daten von 1910 bis 2015.

Positiv zu vermerken ist, dass die EPA die ursprüngliche Seite Climate Change Indicators: Drought beibehalten hat, die in Abbildung 4 zu sehen ist. Diese zeigt keinen sich verschärfenden Dürretrend in den Vereinigten Staaten. Angesichts der jüngsten Änderungen der anderen EPA-Diagramme ist dieses nicht alarmistische Dürre-Diagramm auf der EPA-Webseite wahrscheinlich nicht mehr lange zu sehen.

Abbildung 4. EPA-Seite Klimawandel-Indikatoren: Dürre

Zu Beginn der Seite Climate Change Indicators macht die EPA einige nachweislich falsche Aussagen:

Das Klima der Erde verändert sich. Die Temperaturen steigen, Schnee- und Niederschlagsmuster verschieben sich, und extremere Klimaereignisse – wie schwere Regenstürme und Rekordtemperaturen – treten bereits auf. Viele dieser beobachteten Veränderungen stehen im Zusammenhang mit dem steigenden Gehalt an Kohlendioxid und anderen Treibhausgasen in unserer Atmosphäre, verursacht durch menschliche Aktivitäten.

Die Entscheidung, die Geschichte der Wetter- und Klimadaten auszulöschen, macht deutlich, dass das Anfangsargument der EPA schwach ist und auf Rosinenpickerei von denjenigen Daten basiert, die nur mit ihrer Prämisse übereinstimmen.

Es scheint, dass wir die sowjetische Ära der „verschwindenden“ Diagramme und Daten betreten haben. Wenn die neue Klimawandel-Indikatoren-Serie der EPA ein Hinweis auf die zukünftigen Klimaberichte der Regierung ist, scheint es, dass wir jetzt in die Biden-Ära der „Säuberung unbequemer Klimadaten“ eintreten.

Anthony Watts is a senior fellow for environment and climate at The Heartland Institute. Watts has been in the weather business both in front of, and behind the camera as an on-air television meteorologist since 1978, and currently does daily radio forecasts. He has created weather graphics presentation systems for television, specialized weather instrumentation, as well as co-authored peer-reviewed papers on climate issues. He operates the most viewed website in the world on climate, the award-winning website wattsupwiththat.com.

Link: https://climaterealism.com/2021/05/epa-disappears-more-inconvenient-climate-data-including-the-1930s-u-s-dust-bowl/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

 

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5 Kommentare

  1. Der DWD hat gerade vorausgesagt, daß 2021 die Temperaturen 0,5-1,0 Grad über dem Mittel der letzten Jahre liegen könnten. Bei den Höchsttemperaturen der letzten Monate verwundert mich das gar nicht. Kürzlich las ich einen Bericht über das Abschmelzen der Grönlandgletscher und den damit verbundenen Anstieg des Meeresspiegels von mindesten 7 Meter! Was mich verwundert, solche klugen Leute wie Obama kaufen sich Seegrundstücke mit Privatstrand für  360 Millionen Dollar! Sind die deppert oder was, die saufen spätestens 2030 alle ab! So was in der Art gibt der Klimaforscher von Hirschhausen von sich. 2014! Der Inselstaat Kiribati ist am absaufen, jeden Tag steigen die Leute aus ihren Betten und stehen bis zu den Knöcheln im Meerwasser! Der damalige Chef hat vorsorglich einige Hektar Land auf dem Festland gekauft wegen der bevorstehenden Evakuierung der Bevölkerung!! Nichts aber auch gar nichts ist daran wahr außen die Milliarden Hilfsgelder die der Staat eingesackt hat. Überall auf der Welt schießen riesige Hotelkomplexe in Strandnähe aus dem Boden um vom weltweit wachsenden Tourismus zu profitieren. Sind die ganzen Investoren von Milliarden Dollars Klimaleugner? Oder gehen sie sehenden Auges in den Untergang? Wer den ganzen Unfug, der mit dem Klimawandel einhergeht, ja den gibt es, noch glaubt muß wirklich ein sehr sehr einfältiges Gemüt haben. Oder ist ein ausgekochtes Schlitzohr um an der gemachten Klimapanik zu verdienen.

  2. Richtig so!!!!!!!!!!!!!!!Und wenn man schon beim Aufräumen ist, dann sollte man doch in einem Aufwasch gleich auch  die ollen Eisbohrkerne auftauen lassen, mit denen die Klimaleugner ihren asozialen Kampf gegen die demokratischverabschiedete Theorie vom anthropogenen Klimawandel  zu rechtfertigen versuchen ! 

  3. „Selbst die einfältigsten Flachdenker haben begriffen das beim Klimaalarm gelogen und betrogen wird.“ Dann wären 95% der Bevölkerung nicht mal Flachdenker…

  4. Selbst die einfältigsten Flachdenker haben begriffen das beim Klimaalarm gelogen und betrogen wird. Außer die Klimaalarm Ideologen, die leugnen ihren Betrug, und deren Flachdenkern ist es wurscht wieviel Arbeitslose sie jetzt schon und auch in Zukunft zu verantworten haben. 

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