Ist die institutionalisierte Wissenschaft tot?

Symbolbild: Leibniz Universität Hannover; Biggi / pixelio.de

fragt Autor Michael Klein – wohl eher rhetorisch – auf ScienceFiles. Denn die Antwort kann, auf vielen Wissensgebieten jedenfalls, nur Ja heißen. Lesen Sie selbst.

“Intellectual freedom is so important. It allows academics to express their opinions without fear of reprisals. It allows a Charles Darwin to break free of the constraints of creationism. It allows an Albert Einstein to break free of the constraints of Newtonian physics. It allows the human race to question conventional wisdom in the never-ending search for knowledge and truth.”

Judge Salvatore Vasta, Brisbane, Australia

“Intellektuelle Freiheit (Wissenschaftsfreiheit) ist sehr wichtig. Sie ermöglicht es, dass Akademiker ihre Meinung sagen, ohne Angst vor Repressalien haben zu müssen. Sie hat es Charles Darwin erlaubt, die Fesseln des Kreationismus zu sprengen. Sie hat es Albert Einstein erlaubt, die Zwänge von Newtons Physik hinter sich zu lassen. Sie erlaubt es der Menschheit konventionelle Wahrheiten zu hinterfragen in ihrer nicht endenden Suche nach Wahrheit.“

Der australische Richter Salvatore Vasta hat dies im Verfahren Peter Ridd gegen James Cook University gesagt, das Peter Ridd gewonnen hat.

Peter Ridd war lange Jahre der Leiter der Physik-Abteilung an der Jams Cook University in Middlesbrough, Queensland, Australia. Er wurde unter einer Reihe von Vorwänden entlassen, weil er es gewagt hat, der Mythe, nach der das Great Barrier Reef infolge des von Menschen verursachten Klimawandels stirbt oder längst gestorben sei, zu widersprechen und die Fakten gegen die Ideologie zu setzen. Dazu kommen wir unten.

Wenn Richter Institutionen der Wissenschaft an die Bedeutung von intellektueller Freiheit, von der Freiheit erinnern müssen, vom Mainstream abweichende Ideen nicht nur zu haben, sondern auch zu formulieren, zu prüfen und gegebenenfalls gegen den Mainstream zu stellen, dann ist es nicht mehr fünf vor Zwölf, dann ist es fünf nach Zwölf und die Frage: „Ist die institutionalisierte Wissenschaft den ideologischen Tod gestorben?“, sie ist mehr als berechtigt.

Die Indikatoren, die dafür sprechen, dass das, was an Institutionen der Wissenschaft, was an Hochschulen betrieben wird, nicht Wissenschaft, sondern Ideologie ist, sind zahlreich. Wir wollen nur einige davon nennen, die wir für Deutschland gesammelt haben:

Hochschulen haben sich zu sozialistischen Gefängnissen entwickelt. Wer den herrschenden Glauben nicht teilt, der wird vom in ASten organisierten Studentenmob attackiert und neuerdings vor Amtsrichter gezerrt, wie dies Ulrich Kutschera widerfahren ist.

Politdarsteller bedienen sich willfähriger Mitglieder der institutionalisierten Wissenschaft, um ihren Ideologien einen vermeintlich wissenschaftlichen Segen zu verschaffen, so dass Junk, wie die Mitte-Studien genutzt werden kann, um den politischen Gegner zu bekämpfen. Institutionalisierte Wissenschaft ist zum Legitimationsbeschaffer für ideologische Zwecke verkommen.

Angeblich wissenschaftliche Zeitschriften haben ein peer review System aufgebaut, das vornehmlich als Gatekeeper und Kontrollinstanz wirkt, um die Publikation vom Mainstream abweichender Beiträge zu verhindern. Die Klimawandelmafia, zu der wir noch kommen, ist dafür bekannt.

Das Peer Review System wird gegen jede Realität als Qualitätsmerkmal von Beiträgen aufgebaut, ungeachtet der Tatsache, dass es in unzähligen Fällen gelungen ist, willkürlich von Textprogrammen zusammengeschnipselte Texte als „wissenschaftliche Texte“ auszugeben und den angeblichen „Peer Reviewed Zeitschriften“ unterzuschieben.

Die Hochschulen sind voller angeblicher Fächer, deren Vertreter keinerlei Idee davon haben, welches Erkenntnisinteresse sie verfolgen oder welche Fragestellung sie überhaupt bearbeiten. Es handelt sich dabei um Schwätzperten-Fächer, die installiert wurden, um ernsthafte Wissenschaft in einem Meer von Blödsinn zu ertränken. Der prominenteste Vertreter der Schwätzperten-Fächer sind die Gender Studies, deren Angehörige nicht einmal Beiträge, die offenkundiger Blödsinn sind, erkennen.

In den Naturwissenschaften ist es der Klimawandelmafia in Zusammenarbeit mit Regierungsstellen in vielen Ländern gelungen, eine Dynamik des Opportunismus in Gang zu setzen, die es Forschern, die unter normalen Umständen nie ein Funding erhalten hätten, erlaubt, ein solches zu erhalten, einfach durch den Zusatz „Klimawandel“. Wer sich daran beteiligt, den Hoax vom menschengemachten Klimawandel zu verbreiten, dem ist eine staatliche Finanzierung seiner angeblichen Forschungsarbeiten ebenso sicher wie Geschenke in materieller (Zusatzgehalt durch Mitgliedschaft in Gremien, die den Klimawandel einschätzen sollen) und immaterieller Art (Nachfrage von Mainstreammedien und dergleichen) sicher. Der Gravy Train rollt, die Klimawandelindustrie ist ein Geschäft im Bereich von dreistelligen Milliardenbeträgen.

Wenn sich Organisationen, wie die institutionalisierte Wissenschaft zu ideologischen Gefängnissen entwickelt haben, deren Insassen Legitimationsdienste für Politdarsteller erbringen, und ansonsten die politischen Moden mit ihrer vermeintlichen Forschung bedienen, wenn also immer mehr institutionalisierte Wissenschaftler ein Interesse daran haben, den Zustand der Polit-Prostitution aufrecht zu erhalten, dann sind Abweichler, Querdenker, dann sind Wissenschaftler, also Individuen, die an einer Fragestellung arbeiten und eine Lösung für reale Probleme suchen, nicht nur störend, sie werden zur Gefahr, denn mit ihnen kommt die Drohung, die Pseudo-Wissenschaft der Andienenden bloßzustellen und damit die Gefährdung des eigenen (zumeist eingebildeten) Status und vor allem Einkommens.

Deshalb gibt es an Hochschulen Kontrollmechanismen, die in der Tradition des Abklopfens von Inhalten auf Wort- und Bedeutungstreue mit den Aussagen des Marxismus-Leninismus in DDR und Sowjetunion stehen. Blockwarte und selbsternannte Sauberfrauen (Es sind heute in der Mehrzahl Frauen mit einem „Gender“-Hintergrund) versuchen, die Einheitsfront der Gläubigen aufrechtzuerhalten und Zweifler gleich im Keim zu ersticken. Die folgende Geschichte von Peter Ridd, die er selbst zu einem Zeitpunkt erzählt hat, zu dem er den Rechtsstreit, den wir zum Einstieg in diesen Post thematisiert haben, noch nicht gewonnen hatte, ist ein Beispiel für das, was Dr. habil. Heike Diefenbach „Schließungsprozesse“ nennt, die letztlich in der Übernahme von Hochschulen durch Ideologen ihren Niederschlag finden und dazu führen, dass Wissenschaft langsam verendet.

Denken Sie bitte nicht, die Geschichte sei eine australische Geschichte, eine Geschichte, die sich in Deutschland nicht ereignen kann. Ein Beispiel: Vor einigen Jahren erhielten wir eine eMail von einem Wissenschaftler, dessen Kritik am Genderismus und dessen Arbeiten, in denen einige Mythen des Genderismus zerstört wurden, wir auf ScienceFiles besprochen hatten, positiv besprochen hatten, mit der Bitte, seinen Namen doch aus den „Tags“ zu nehmen, weil die Beiträge von ScienceFiles das Erste seien, was man im Internet finde, wenn man nach ihm suche. Darauf sei er von einer Genderista an einer Hochschule in Frankfurt, die den Namen eines großen Dichters und Philosophen trägt, angesprochen worden, verpackt in die unverhohlen ausgesprochene Drohung, dass derartige Beiträge seiner Karriere nicht förderlich seien.

Offenkundig ist es an bestimmten akademischen Anstalten nicht mehr möglich, seine Karriere zu verfolgen und ordentliche Forschung zu produzieren, die den ideologischen Vorgaben widerspricht. Wer es dennoch tut, öffentlichkeitswirksam tut, wer, weil das öffentlich-rechtliche Schweigekartell sein Meinungsmonopol verloren hat, die Öffentlichkeit erreicht und damit demonstriert, dass es noch Wissenschaftler in Deutschland gibt, dem drohen in Teilen der institutionalisierten Wissenschaft Konsequenzen, denn dort werden nur noch Ideologen geduldet. Wir haben den Tag übrigens nicht entfernt und dem Wissenschaftler empfohlen seine Karriere als Wissenschaftler zu verfolgen und nicht den Drohungen, dem Zwang, dem Gendergegeifer der Totengräber von Wissenschaft nachzugeben. Offenkundig hat er sich an den Rat gehalten und eine Stelle auf einer der ideologiefreien Inseln, die es hie und da auch in der institutionalisierten Wissenschaft, außerhalb von Frankfurt allerdings, noch gibt, gefunden.

Das war vor einigen Jahren. In der Zwischenzeit ist es an deutschen Hochschulen sicherlich nicht freiheitlicher geworden.

Nun zu Peter Ridd. Er erzählt seine Geschichte in Englisch. Das Video ist mit deutschen Untertiteln, die automatisch generiert werden, versehen worden.

Bei wem die Untertitel nicht erscheinen, der kann sie durch einen Klick auf Settings (das Rädchen), dann Subtitles/CC anklicken und „english (automated Subtitles) einstellen. Im nächsten Schritt nochmals Settings, „automated Subtitles“ -> Autotranslate anklicken und „German“ einstellen.

Der Beitrag erschien zuerst bei ScienceFiles hier

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8 Kommentare

  1. Herr Zippan, erlauben Sie, dass ich widerspreche? Wissenschaftliche Freiheit gibt es nur im Kapitalismus, oder besser in Ländern der freien Marktwirtschaft (Kapitalismus ist ein marxistischer Kampfbegriff). In der Sowjetunion, in Rot-China usw. gab es keine Freiheit der Wissenschaft, was einer der Gründe war, warum diese Staaten dem Westen hinterher hinkten und die wichtigen großen Entdeckungen und Erfindungen dort gemacht und von den Kommis durch Spionage geklaut wurden. Seit einiger Zeit findet im Westen eine klandestine Transformation in Richtung Sozialismus statt, und in dem Maße, wie diese erfolgreich ist, wird auch die Freiheit der Wissenschaft dort immer mehr eingeschränkt. So wird ein Schuh daraus.

  2. Was von der gelenkten Wissenschaft zu erwarten ist, wurde ja mit §130 StGB und der daraus folgenden Knebelung und dem totalen Niedergang der „Geschichtswissenschaften“ vorexerziert. Alles, was politisch nicht sauber ist – echte Beschäftigung mit der deutschen Geschichte ab 1871 – darf nicht außerhalb des strafrechtlich geschützten Dogmas berührt werden. Da müssen erst Ausländer kommen, um das deutsche Geschichtsbild einigermaßen gerade zu rücken. Vereinzelt wurde ja aus grün/linker Ecke schon angeregt, „Klimaleugnung“ strafrechtlich zu verfolgen. Dazu brauchte man den §130 StGB nur leicht anzupassen. Das dürfte aber problemlos durch die Blockparteien zu bewerkstelligen sein.
    Man steht fassungslos vor der Erniedrigung der Gefälligkeitswissenschaftler. Daß die „weichen wissenschaftlichen“ Disziplinen schon oft nur Huren der Politik waren, ist vielfach bewiesen. Daß aber Leute, die sich als Naturwissenschaftler bezeichnen in gleicher Weise zu Kreuze kriechen, macht fassungslos. Vor 100 Jahren war die Sprache der Naturwissenschaft und Technik Deutsch.

  3. Der Begriff“Blockwart“ ist richtig.Er gehört aber in der Faschismus (KZ).Wie oft hier ,wird Faschismus und Sozialismus in ein Topf geworfen.Natürlich gibt es keine „Freiheit“ in der Wissenschaft.Die Wissenschaft wird bezahlt und wer bezahlt bestimmt den Inhalt.“Ketzer“ sind immer und zu jeder Zeit „entfernt“ worden.Der Kapitalismus macht da keine Ausnahme!!Jeder ,der die Gesellschaft ändern will und die „Machthaber“
    angreift,wird ausgegrenzt.Politik und Justiz waren und sind immer korrupt und folgen den Anforderungen der Mächtigen.Was der „grünen“Faschismus noch anstellen wird,
    darf man sich gar nicht ausmalen.

    • Sehr geehrter Herr Zippan,
      meinen Sie das ernst, was Sie hier los lassen? Haben Sie denn überhaupt geringste Anhnung davon, wie Forschungsgelder eingeworben werden? Alle (!) mir bekannten Geldgeber geben explizit vor, dass die Forschung frei sein muss. Einfach mal die Statuten der DFG, des BMBF etc. durchschauen und/oder nach den Regeln dort googeln. Das gleiche können Sie auch bei der NSF etc. machen Ist wirklich nicht schwer und geht fix, sollten auch Sie schaffen können. Aber es ist halt einfacher, populistisch loszulegen.
      Könnten Sie mit bitte erklären, was Sie genau mit grünem Faschismus meinen? Über eine Definition würde ich mich sehr freuen.
      Mit freundlichen Grüßen,
      Christian Mohr

  4. Es macht doch auch nachdenklich, dass der chinesische Ai Weiwei Deutschland verlässt, weil andere Ideen und Argumente hier nicht akzeptiert werden und weil es kaum Raum für offene Debatten und kaum Respekt für abweichende Stimmen gibt. Wenn das jemand aus China sagt, müssen hier alle Alarmglocken gehen. Wie tief ist Deutschland gesunken??

    • „Wie tief ist Deutschland gesunken??“

      Und wieviel tiefer gehts noch?

      Keine Bange – das Berliner Politgesindel wird alles daran setzen es raus zu finden…

    • Haben Sie das Interview mit Ai Weiwei denn überhaupt gelesen (Welt, hinter Bezahlschranke)? Wenn ja, dann wüssten Sie, dass er die deutsche Kultur für selbstzentriert hält …. usw. Kann er damit die Linksgrünen gemeint haben? Egal. Ist kein Thema für ein Institut für Klima und Energie.

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