rbb Reporter : Komm´ mir nicht mit Fakten, meine Meinung steht!

Bild 4. Eine weitere „unbequeme Wahrheit“ des Bundestags-Untersuchungsausschusses zur Dieselaffäre

Von Michael Limburg
Im Dezember 17 tritt der rbb die Dieselkampagne mittels Fakenews los. Parlamentsreporter Florian Eckardt darf seine Panik zeigen und auf die Zuschauer übertragen. Zur Rede gestellt reagiert er erst überhaupt nicht, dann nach Druck seitens seiner Intendantin, reagiert er doch, bleibt aber uneinsichtig und trotzig. Eine Abriss des Ablaufes eines Mail-Dialogs zwischen  Autor und rbb.

Am 12. Dezember 2017 trat der rbb eine breit angelegte, hoch konzertierte Kampagne zur Dieselverteufelung los. Auf allen Kanälen wurde über zigtausende von „vorzeitigen Todesfällen“ berichtet, die durch die „Stinker“, also dieselgetriebene PKW, verursacht würden. Andere Anstalten der ARD und des ZDF sowie fast alle Medien übernahmen diese Horrormeldungen und jazzten in breiter Übereinstimmung die Stimmung im Lande hoch.

All das diente der medialen Vorbereitung des im Februar 18 erwarteten Urteils des Bundesverwaltungsgerichtes dessen Urteil die Kommunen verpflichten würde, nach Klagen der „Deutschen Umwelthilfe“ (DUH) für Dieselfahrzeuge bis Euro 5 Fahrverbote auszusprechen.  Das musste vorbereitet und medial orchestriert werden. Dass die Automobil Industrie selber schöne Steilvorlagen für ihre Verdammnis geliefert hatten – Stichwort Schummelsoftware- sei auch festgestellt.

Um schön zu menscheln, durfte dann der bisher nur als Parlamentsreporter tätige Florian Eckardt in einem Beitrag, unter dem Titel „mir stinkt´s“  seine tiefe Betroffenheit, ja Panik über die Überschreitung des mickrigen Grenzwertes von  40 µg/m^3 an einigen Stellen der Stadt kundtun.

Er wolle seine Lunge nicht länger als Abgasfilter missbraucht sehen, tat er kund und zu wissen. Und verkündete noch viel mehr ihn Empörendes.

Diese rbb Kampagne war die Initialzündung für viele weitere und erwies sich als voller Erfolg. Millionen von Dieselbesitzern saßen plötzlich auf ihren nun fast unverkäuflichen Dieselautos fest. Ihre Vermögensverluste waren enorm. Neubestellungen von Diesel KfZ brachen massiv ein, der Diesel war dem Untergang geweiht.

Inzwischen verkünden die Autobauer Massenentlassungen, die Zulieferindustrie leidet ebenfalls, aber stirbt langsamer. Vielen von ihnen steht das Wasser bis zum Hals, Betriebsverkäufe – zur Not auch an die Chinesen- werden nicht mehr nur theoretisch diskutiert, sondern bereits praktisch verhandelt. Wenn man denn in der glücklichen Situation ist überhaupt mit einem potentiellen Käufer verhandeln zu können.

Screenshot aus der Mario Barth Sendung bei FB

Update: Unbedingt anschauen Mario Barth deckt auf zu den Themen Stickoxid und Feinstaub 

 

Das per FAKENEWS künstlich entfachte Dieseldrama im zeitlichen Ablauf. Eine Mail-Dokumentation

Diese traurige Entwicklung hat nun, nach mehr als 14 Monaten, einen ersten, leider unwürdigen Abschluss gefunden, den ich hiermit dokumentieren will.

Denn ich schrieb Herrn Eckardt bereits am 15.12.17 eine umfangreich aufklärende Mail und bat ihn darin seine Falschbehauptungen bzw. falschen Schlussfolgerungen richtig zu stellen, denn so könnten die nicht stehen bleiben.

Daraus entspann sich ein zwar zäher aber sehr aufschlussreicher Mailwechsel, der mit meiner heutigen Mail an die rbb Intendantin Frau Patricia Schlesinger seinen vorläufigen Abschluss fand.

Man lese selbst  (Den vollständigen Mailwechsel können Sie als pdf Antwort Re Antwort Abgasalarm in Berlin  Mail Eckardt und Antwort 18.1.18n Mail an Florian Eckardt 15.12.17 Antwort Eckardt vom 14.3.19nachlesen)

 

Hier meine Mail vom 15.3.19

Sehr geehrte Frau Intendantin Schlesinger,

hiermit möchte ich mich bei Ihnen bedanken, dass es Ihnen schlussendlich, nach nur zwei Monaten, gelungen ist, Ihren Mitarbeiter Florian Eckardt zu einer Antwort auf meine Mail vom 9.1.19 zu bewegen. Dass sie, wie erwartet, uneinsichtig ausfiel: geschenkt.

Dass Herr Eckardt weiterhin seiner Meinung huldigt, dass ein frei gewürfelter von der WHO nur als Richtwert gedachter, dann von den EU-Gremien, frei Schnauze, zum Grenzwert umfunktioniert, bei Überschreitung seine Gesundheit gefährden könne, ebenfalls geschenkt.

Dass er aber den Lungenfachärzten um Prof. Köhler das Wort im Munde umdreht, wenn er schreibt, dass „dieser seine Berechnung zur Aufnahme von Stickoxiden durch Raucher zurückgezogen hätte“: nicht geschenkt. Richtig ist, dass Köhler sie in einigen unwichtigen Teilen korrigiert hat. Denn der sagte lt. ndr:“Insgesamt ändern diese kleinen Korrekturen natürlich nichts an der Gesamtaussage, dass die sogenannten Hunderttausende von Toten durch Feinstaub und NO2 sowie die daraus verursachten Krankheiten in Europa nicht plausibel sind“.

Niemand wird Herrn Eckardt vorwerfen, dass er sich persönlich von einer imaginären „wissenschaftlich“ verbrämten Gefahr ins Bockshorn jagen zu lässt. Ja Panik empfindet. Man sollte ihn dann allerdings nicht als TV-Journalisten beschäftigen, der ungebremst diese Panik auf seine Zuschauer überträgt, sondern ihn vielleicht für anderweitige Verwendung weg empfehlen. Jedenfalls weit weg von jeglicher Beschäftigung im ÖR, soweit diese auf Außenwirkung angelegt ist.

Wer nicht imstande ist, Propaganda als solche zu erkennen und diese, statt objektiver Information, auch wenn sie als Meinungsbeitrag getarnt ist, verbreitet, hat -zumindest nach meiner unmaßgeblichen Meinung – in einem ÖR Sender nichts zu suchen. Denn Herr Eckardt erweist dem rbb im Speziellen und den ÖR-Medien im Allgemeinen einen Bärendienst. Und damit auch ihren vielen ehrlichen und professionellen Mitarbeitern, die ungefragt in Mithaftung genommen werden.

Es sind Leute wie Ihr Herr Eckardt, die inzwischen zahlreich beim rbb und in anderen ÖR- Medien -aber nicht nur dort- beschäftigt werden und immer mehr selber denkende Zuschauer dazu bringen, sich dauerhaft von ihnen zu verabschieden.

Abschließend erlaube ich mir den Experten für Stickoxide den Mediziner und Biochemiker Prof. Alexander Kekulé zu zitieren, der nach gründlicher Untersuchung, bezogen auf die Festlegung der Grenzwerte, sagte:

„Das ganze Verfahren zur Festlegung der Grenzwerte war aus Wissenschaftlersicht zum Fremdschämen“.

Das gilt auch für die gesamte Stickoxidkampagne, die der rbb ab Dezember 2017 gefahren hat und auch für ihren Mitarbeiter Florian Eckardt.

Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen
Ihr
Michael Limburg
Vizepräsident EIKE (Europäisches Institut für Klima und Energie)
Tel: +49-(0)33201-31132
http://www.eike-klima-energie.eu/

PS

Zur Übung empfehle ich Herrn Eckardt folgende epidemiologisch völlig konsistente und vor allem statistisch korrekte Zusammenhänge in einem künftigen „Zwischenruf“ als Ansichtssache zu verwenden:

Im Jahre 1972 waren in der alten Bundesrepublik ca. 19.000 echte vorzeitigeTodesfälle durch Verkehrsunfälle zu beklagen. Der PKW Bestand lag bei 16 Millionen PKW´s.2018 gab es in ganz Deutschland ca. 3300 echte vorzeitige Todesfälledurch Verkehrsunfälle. Der PKW Bestand lag bei 46 MillionenPKW´s.

Meine statistisch völlig abgesicherte, epidemiologisch zu 100 % korrekte Schlussfolgerung: Je mehr PKW´s, desto weniger echte vorzeitige Todesfälle durch Verkehrsunfälle.

PPS. Wie bereits in früheren Mails mitgeteilt behalte ich mir vor den gesamten Mailverkehr oder Teile daraus zu veröffentlichen.

Zitat

„Die Sachverständige Professorin Dr. Peters vom Helmholtz Zentrum München hat ausgesagt, dass NO2 über unterschiedliche chemische Prozesse wahrscheinlich zu oxidativem Stress beitragen könne, dass die wissenschaftlichen Ergebnisse bisher aber eine gesicherte lineare Expositions-Wirkungsbeziehung für Stickoxidemissionen und Erkrankungen oder Erhöhung der Sterblichkeit im Sinne einer robusten Zuweisung nicht zulassen. „Ich muss ehrlich gestehen, wir haben das, glaube ich, fürs NO2 noch nicht systematisch angeguckt. Für die Partikelforschung ist es angeschaut worden, also für den Feinstaub, und da findet man unabhängige Effekte von Feinstaub und Lärm. Fürs NO2 bin ich mir keiner Studie bewusst, die das schon mal systematisch angeguckt hat […].“
Quelle: Deutscher Bundestag Drucksache 18/12900,18. Wahlperiode 22. 06. 2017, Beschlussempfehlung und Bericht des 5. Untersuchungsausschusses gemäß Artikel 44 des Grundgesetzes*

 

 

 

 

 

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9 Kommentare

  1. Genau wo sind die Mill. Toten, die Rauchen,die in der Industrie arbeiten, sogar im Büro,wo deutlich höhere Werte sind? Und bitte nicht wieder NO2 und Feinstaub zusammen schmeißen!( wie beim Klima -und Umweltschutz üblich ist).Der tatsächliche Feinstaubanteil auf der Straße setzt sich aus vielen Quellen zusammen.Wer prüft den Dieselmotor Anteil? Damit ist die Frage
    neu zu beantworten,was genau de´n Motor vorgeworfen ist.Der Aufwand heute rechtfertigt nie den “ Nutzen“.So lange nicht alle
    Verbrennungsvorgänge verboten werden, ist das aussuchen einzelner Quellen (kleiner 10% Anteil) geheuchelt,Betrug und Erpressung der Bevölkerung.

  2. Hallo Herr Limburg,
    Der e-mailverkehr war ja dann doch übersichtlicher, als ich aus der Extra- Verlinkung, her annahm.
    Ich kann aus eigener Erfahrung sprechen und habe ähnliche Resonanzen erhalten. Wenn man bei den Protagonisten nicht nachhakt kommt meist nicht mehr als eine förmliche Eingangsbestätigung nit scheinbaren Bekenntnis, sich mit jeder Kritik zu beschäftigen.
    Naja, aber wenn man deren Publikationen weiter verfolgt ist davon wenig bis garnicht´s zu merken.
    Vielleicht habe ich auf einer „Wetterseite“, die auch Videos zum Wetter / Klima verlinkt, etwas erreicht. Nach mehreren Leserbriefen von mir waren die letzten 3 Wochen keine Beiträge mehr dabei, die der forcierten Alarmmacherei folgen. Aber abwarten….. wenn dann gibt´s von mir halt wieder ne „Rüge“

    Mit freundlichen Grüßen!
    Christian Möser
    Zimmerer

  3. Mario Barth hat da einmal eine lobenswerte Ausnahme gemacht.

    Früher gab es das politische Kabarett und die Satire. Der Politik, den Medien, den wichtigen Menschen und denen, die sich dafür hielten, wurde richtig dick die Wahrheit vorgehalten. Dieses hatte damals keine Konsequenzen, auch nicht beim Michel, der sich köstlich darüber amüsierte, aber geistig nicht in der Lage war, sich auch für diese Wahrheiten (oder auch nicht) einzusetzen.

    Heute ist das genau umgekehrt: Aus dem politischen Kabarett wurde „Comedy“, mit deren Mitteln dem Michel Lügen über Lügen entgegengebracht werden. Auch hier lacht und amüsiert sich der Michel köstlich, versteht auch nichts, setzt sich aber aktiv und durch Nichthandeln für das Lügengerüst, das ihm auf diesem Wege entgegengebracht wird, ein.

    Eigentlich schalte ich „Comedy“ immer ab, betrachte aber, wenn ich mir das einmal antue, das Publikum.
    Da sitzen dann verständnisvolle und auch so schauende Menschen mit ganz hohem Intellekt, schauen mit offenem Mund zu, sind zu keiner Reaktion fähig, bis dann irgendwann die Worte Pipi, Popo, Pillemann usw. fallen. Dann werden die wach.
    Mehr ist nicht drin.

    • Ja ich sah mal gerne „Die Anstalt“ welche mittlerweile auch auf „Linientreue“ ausgerichtet wurde. Wer noch geht ist vielleicht Dieter Nuhr und Uwe Steimle.
      Mal schauen wie es sich weiterentwickelt, immer mit einem Funken Hoffnung.

      Mit freundlichen Grüßen!
      Christian Möser
      Zimmerer

  4. Lieber Herr Limburg,

    Herr Eckardt ist einer von (viel zu) vielen „Haltungsjournalisten mit Erziehungsauftrag“!
    Siehe auch den Beitrag über Herr Döschner vom WDR auf EIKE: https://short1.link/OG8Dnj

    Zur Bestätigung der Haltung und seines Auftrages braucht man nur den Twitteraccount vom s.g. Energieexperten Döschner anzuschauen: https://short1.link/cAT6jV

    Und dieser „Experte“ berichtet seit vielen Jahren „obejektiv und sachlich“ über Umweltthemen und Energie in unserem ÖR!
    Das Perfide ist, das diese Aktivisten unbehelligt, schamlos und mit Duldung der Aufsichtsbhörden (Fernsehräte etc.) sich der kompletten profesionellsten Sende-, und Präsentationsinfrastruktur des Planeten nämlich die der ÖR Sendanstalten Deutschlands bedienen dürfen!

    Die Perversersion des Auftrages gem. Rundfunkstaatsvertrag!

    Wie tief sind wir gesunken?

  5. Der Lungenarzt Köhler hat sich nicht verrechnet (Seine Rechnung ist aber unverständlich.). Man muss mit den Diffusionsgesetzen (Fick’sche Gesetze) arbeiten, der Körper nimmt auch nicht 20% des Sauerstoffs aus der Luft auf, sondern je nach Konzentrationsgefälle bis zur Sauerstoffsättigung im Blut für die jeweilige körperliche Aktivität.

    Mal ganz einfach gerechnet, die NO2-Anfangskonzentration liegt bei 5000 µg/m^3 für die Zigarette (Raucher) und bei 50 µg/m^3 Normalbelastung für den Nicht-Raucher. Der Konzentrationsgradient beim Rauchen ist um den Faktor 100 größer. Unter den gleichen Voraussetzungen nimmt der Raucher somit 100 mal mehr NO2 in seiner Lebenszeit auf, als ein Nicht-Raucher.

    Wenn man eine Lebenszeit von 80 Jahre zugrunde legt, dann hat ein Raucher die NO2-Konzentration bereits nach 80 Jahre/100 = 0,8 Jahren aufgenommen, die ein Nicht-Raucher in 80 Jahren aufnimmt.

    Mfg
    Werner Holtz

    • Köhler hat wie alle anderen auch einen super dummen Fehler gemacht: er hat Gas Konzentrationen addiert. Habe ich auch erst nach mehrfachem Lesen seiner Aussagen feststellen müssen.
      Kann man schön in dem Bento Beitrag über Mario Barths Video sehen, dass einfach sehr viele zu blöd sind, zu verstehen, dass Konzentrationen von Gasen nicht einfach addiert werden können, um zu einer kumulierten Belastung zu gelangen. Auch wenn aus 1000 Auspüffen 40 µg/m3 kommen, bleiben das 40 µg/m3. Außer der Luftdruck würde sich erhöhen, weil das System abgeschlossen ist, oder nur ein einziges Auto von den 1000 würde 200 µg/m3 ausstoßen. Der dusselige Reporter rechnet sogar in einem Beispiel vor, wie sich die Konzentrationen addieren würden.
      Das entspräche der Logik, wenn man zwei mal 100 ml einer 10%igen Alkohollösung zusammenkippt, hat man plötzlich eine 20%ige Lösung.
      Wie viel unser Körper letztendlich aufnimmt, hängt von der Atemmenge sowie der Resorbtionsfähigkeit für NOx ab.
      Unter dem Strich, werde ich bei 40 µg/m3 um 1/3 weniger exponiert, gegenüber 120 µg/m3 bei Mario Barths Gasherd. Von der Zigarette ganz zu schweigen. Der Gasherd Wert dort erscheint mir recht niedrig, habe da andere Werte gelesen, aber nach der WHO müssten eigentlich alle Profiköche schwer lungenkrank sein und vorzeitig ableben.

    • Leider geht es bei dem ganzen Spiel letztendlich nicht um Zahlen. Wer von der Mehrheit der besudelten Masse kann und will sich sowas merken bzw, sogar verstehen. Wichtig ist bei der Präsentation nur das irgentwelche Akademiker das für schlimm halten. Jetzt kommt wieder der Feinstaub in den Focus und ich frage mich wie ich meine ersten 17 Lebensjahre überstehen konnte, oder hatte ich Glück auf dem Lande groß geworden zu sein…. quatsch- die intensive Landwirtschaft trägt ja nicht unerheblich dazu bei. Das Volk ist sensationshungrig und nimmt somit auch alles ohne einschalten den zentralen eigenen Denkaperates auf und lässt sich jeden Bären aufbinden und flüchtet sich dann zur geistigen Entspannung in „Berlin Tag und Nacht“, „Deutschland sucht den Superstar“ oder gleich in´s „Dschungelcamp“.

      Mit freundlichen Grüßen!
      Christian Möser
      Zimmerer

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