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Bevölkerungswachstum vs. Nahrungsversorgung

Der erste Beitrag bezieht sich auf Mensch und Umwelt ( hier ). Die technische Zusammenfassung des IPCC WGII AR5 definiert „Gefahren“ wie folgt auf Seite 39:

„Das mögliche Auftreten eines natürlichen oder vom Menschen verursachten physischen Ereignisses oder Trends oder physische Auswirkungen, die zu einem Verlust von Leben, Verletzungen oder anderen gesundheitlichen Problemen, sowie zu Schäden und Verlusten an Eigentum, Infrastruktur, Lebensgrundlagen, Dienstleistungen, Ökosystemen. und Umweltressourcen führen können. In diesem Bericht bezieht sich der Begriff Gefahr in der Regel auf klimabezogene physikalische Ereignisse oder Trends oder deren physikalische Auswirkungen. „

Der IPCC WGII AR5-Bericht befasst sich nur tangential mit dem Bevölkerungswachstum, hat aber viele Informationen über die weltweite Nahrungsmittelversorgung. Die technische Zusammenfassung des WGII AR5 lautet:

 „Für die großen Nutzpflanzen (Weizen, Reis und Mais) in tropischen und gemäßigten Regionen wird der Klimawandel ohne Anpassung daran, die Produktionsmenge voraussichtlich negativ beeinflussen bei lokaler Temperaturerhöhung um 2 ° C oder mehr, über dem Niveau des späten 20. Jahrhunderts. Einige Standorte können jedoch davon profitieren (mittleres Vertrauen). „

Wie wir weiter unten zeigen werden, gibt es in den FAO-Daten der Vereinten Nationen keine Anzeichen für eine Veränderung der Zuwachsrate der Ernteerträge. Sie beinhalten den Ausdruck „ohne Anpassung“ in ihrer Vorhersage. Da die Entwicklungsländer die Anbautechnologie der Industrieländer, insbesondere Bewässerungssysteme, Hydroponik, Düngemittel und landwirtschaftliche Maschinen, immer schneller übernehmen, ist dies ein gutes CYA [cover your ass – pardon, leicht vulgär: Rette deinen Arsch. Der Übersetzer], wenn ihre Vorhersagen versagen. Wir werden auch die Entwicklung des Bevölkerungswachstums diskutieren.

 

Bevölkerungswachstum

Seit Thomas Malthus 1798 seine Theorie des Bevölkerungswachstums veröffentlicht hat, gab es große Gruppen, die glauben, dass der Mensch selbst durch den vorherigen Verzehr aller Ressourcen der Erde verhungern wird. Über 200 Jahre hatten wir Zeit, um die Richtigkeit der Theorie von Malthus zu beweisen, aber stattdessen haben wir heute mit 7,2 Milliarden Einwohnern gegenüber der 1798-Bevölkerung von etwa 800 Millionen mehr Nahrung pro Person und einen geringeren Anteil an unterernährten Menschen als 1798, was wir Ihnen in diesem Aufsatz zeigen wollen.

Noch 1968 veröffentlichte Paul Ehrlich sein Buch Die Bevölkerungsbombe, in dem er unter anderem voraussagte, dass in den 1970er Jahren Hunderte von Millionen verhungern würden und England im Jahr 2000 gar nicht mehr existierte. Er warnte auch davor, dass die Welt wie wir sie kennen, noch vor 1985 nicht mehr existieren wird. Nun, genau wie Malthus lag auch Ehrlich lächerlich falsch.

Die Welt von heute verbessert sich ständig und schnell. Der einzige Weg, es anders zu sehen, ist, Menschen als eine „Plage auf der Erde“ zu bezeichnen (Sir David Attenborough, 2013 in einem Interview mit Radio Times, [ britischer Tierfilmer und Naturforscher.]). Und als schlecht für einen metaphysischen Gott namens „Gaia“ anzusehen: Die Bevölkerung wächst zu schnell, bedenke das:

[Gaia: ~ die Anschauung, dass die Welt sich selbst reguliert – der Mensch bringt das Durcheinander]

„Wie Sie in Abbildung [1] sehen können, begann das massive Wachstum der Weltbevölkerung um 1950 und wird wahrscheinlich um 2050 enden. Der Anstieg der Bevölkerung ist hauptsächlich auf einen dramatischen Rückgang der Todesrate als Folge eines verbesserten Zugangs zu Essen, Medizin, sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen zurückzuführen. Der Anstieg ist nicht darauf zurückzuführen, dass Menschen in Entwicklungsländern immer mehr Kinder haben. In den frühen 1950er Jahren haben Frauen in Entwicklungsländern durchschnittlich mehr als sechs Kinder zur Welt gebracht – im Vergleich zu heute etwa drei Kinder. Wie [UN-Berater Peter Adamson] es ziemlich unverblümt formulierte: „Es ist nicht so, dass sich die Leute plötzlich wie die Hasen vermehren; es ist nur so, dass sie aufhören zu sterben wie die Fliegen. „Lomborg, Bjørn. Der skeptische Umweltschützer: Den realen Zustand der Welt messen (S. 45-46).

Abbildung 1 (Datenquelle: Bevölkerungsstatistik der Vereinten Nationen , Daten und Projektionen 2017)

„In einer traditionellen Agrargesellschaft ist das Einkommen niedrig und die Sterblichkeit hoch. Kinder die arbeiten und für ihre alten Eltern sorgen, produzieren jedoch im Allgemeinen höhere Leistungen als sie Kosten, so dass die Geburtenrate hoch ist. Mit verbesserten Lebensbedingungen, Medizin, sanitären Einrichtungen und allgemeinem wirtschaftlichen Wohlstand sinkt die Sterblichkeitsrate. Der Übergang zu einer eher städtischen und entwickelten Wirtschaft führt dazu, dass Kinder länger leben, während sie beginnen mehr zu kosten als sie beitragen, sie benötigen mehr Bildung, arbeiten weniger und übertragen die Pflege ihrer Eltern auf Pflegeheime. Folglich sinkt die Geburtenrate. „Lomborg, Bjørn. Der skeptische Umweltschützer: Den realen Zustand der Welt messen (S. 46).

 

Abbildung 2 (Quelle: Der skeptische Umweltschützer )

In Abbildung 2 sinkt zuerst die Todesrate und dann die Geburtenrate.

In Abbildung 3 sehen wir die Schätzungen des US Census Bureau für das weltweite Bevölkerungswachstum in absoluten Zahlen und in Prozent. In absoluten Zahlen erreichte die Wachstumsrate 1990 mit 87 Millionen Menschen ihren Höhepunkt im Jahr 1990, sie fiel bis 2016 auf 83 Millionen, und das Bevölkerungswachstum beträgt derzeit 1,12%, gegenüber über 2% Anfang der 1960er Jahre. Es wird erwartet, dass es weiter fällt und wird für das Jahr 2100 auf weniger als 0,1% geschätzt.

Abbildung 3 (Quelle: US-Volkszählung , Daten und Projektionen 2017)

Es ist albern, die Bevölkerungsdichte für eine schlechte Lebensqualität verantwortlich zu machen, da die Bevölkerungsdichte in Südostasien die gleiche ist wie in Großbritannien. Das Problem mit der Lebensqualität in Südostasien ist nicht die Bevölkerungsdichte, sondern die Armut.

Als das moderne industrielle Zeitalter Anfang des 20. Jahrhunderts begann, stieg die Lebenserwartung schnell an. Ähnliche Verbesserungen gab es in den Entwicklungsländern, obwohl sie später begannen. 1950 hatten die Entwicklungsländer eine Lebenserwartung von 41 Jahren, bis 1998 verbesserte sie sich auf 65. Die Lebenserwartung hat sich insgesamt verbessert, korreliert aber immer mit dem Einkommen, siehe Abbildung 4.

Abbildung 4 (Quelle „Unsere Welt in Daten“ )

„Professor David Pimentel von der Cornell University ist ein oft zitierter und bekannter Umweltschützer, verantwortlich – neben vielen anderen Aussagen – für eine globale Erosionsschätzung, die weit größer ist als bei alle anderen … und für die Behauptung, dass die ideale Bevölkerungsanzahl einer nachhaltigen USA bei 40- 100 Millionen liegt (dh eine Verringerung um 63-85 Prozent der gegenwärtigen Bevölkerung). „Lomborg, Bjørn. Der skeptische Umweltschützer: Den realen Zustand der Welt messen (S. 22).

 

Laut worldhunger.org gab es 1990 eine Milliarde unterernährte Menschen auf der Welt (18,6%) und 2014 waren es 794 Millionen (10,9%). Eine Verringerung der Anzahl der unterernährten Menschen, obwohl die Gesamtbevölkerung im Jahr 2014 von 5,3 Milliarden im Jahr 1990 auf 7,2 Milliarden angestieg (36%). Laut UNICEF ist die Zahl der Kinder mit eingeschränkter Mobilität von 254 Millionen im Jahr 1990 auf 155 Millionen im Jahr 2016 gesunken. Die Zahl übergewichtiger Kinder ist von 32 Millionen auf 41 Millionen angestiegen. Es gibt keine Beweise dafür, dass die Bevölkerung verringert werden muss.

Der letzte große Versuch, die Bevölkerungungszahl zu verringern, war in China , seitdem sie aufgehoben wurde, hat China Hunger und Unterernährung dramatisch reduziert, indem es moderne Technologie, Handel und fossile Brennstoffe einsetzte. Die Lebenserwartung bei Geburt stieg von 1950 bis 2000 von 40 Jahren auf 70 Jahre . Dies ist auf eine Verringerung der Krankheits- und Kindersterblichkeit sowie auf eine Verringerung der Unterernährung zurückzuführen. China hat die Unterernährung von 24% im Jahr 1990 auf 9% im Jahr 2016 verringert. Bei Kindern ist Unterernährung  gar um über 70% zurückgegangen.

 

Die Auswirkungen der globalen Erwärmung auf unsere Nahrungsmittelversorgung

 „Geschichten darüber, wie die globale Erwärmung die Zahl der hungernden Menschen stark erhöhen wird und wie wir uns einer“ Katastrophe „gegenübersehen, wobei“ ganze Regionen ungeeignet sind, Nahrung zu produzieren „, gibt es reichlich.“ Lomborg, Björn. Cool It (Kindle Standorte 1549-1550).

 Bedenken Sie diese Geschichte von Paul Ehrlich ( Die Bevölkerungsbombe ), 1968 :

„Der Kampf um die Menschheit ist vorbei. Im Laufe der 1970er Jahre wird die Welt in tragischen Ausmaßen verhungern – Hunderte von Millionen Menschen werden verhungern. „

… Ehrlich betet herunter, was er “ professionelle Optimisten „nennt:

“ Sie sagen zum Beispiel, dass Indien in den nächsten acht Jahre seine landwirtschaftliche Produktion erhöhen könnte, um damit etwa 120 Millionen mehr Menschen zu ernähren, als heute möglich. Um diese Phantasie ins rechte Licht zu rücken, muss man nur nachdenken … „, und Ehrlich präsentierte eine ganze Reihe von Gründen, warum dies nicht erreicht werden konnte. Und tatsächlich, es stellte sich heraus, dass es keine 120 Millionen waren. Acht Jahre später produzierte Indien genug Nahrung für 144 Millionen mehr Menschen. Und da die Bevölkerung „nur“ um 104 Millionen angewachsen war, bedeutete dies, dass es mehr Nahrung gab als gedacht. „Lomborg, Bjørn.

 Dr. Craig Idso und andere haben Beweise dafür gesammelt, dass die Produktivität der Nutzpflanzen seit 1961 um über 20% gestiegen ist (siehe hier ). Und dies ist zusätzlich zu einer verbesserten Ernte aufgrund von Agrartechnologie. Ein Großteil dieses Produktivitätswachstums (vielleicht 70%) ist auf den Anstieg von CO 2 zurückzuführen, ein Teil ist auf den Anbau von Ackerland und eine längere Vegetationsperiode aufgrund wärmerer Temperaturen zurückzuführen. Dr. Idso und andere haben geschätzt, dass der monetäre Vorteil des steigenden CO 2 auf die weltweite Pflanzenproduktion von 1961 bis 2011 3,2 Billionen US-Dollar beträgt.

„… die Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln hat in den letzten vier Jahrzehnten dramatisch zugenommen. Die durchschnittliche Person in den Entwicklungsländern erfuhr einen Anstieg der verfügbaren Kalorien um 40 Prozent. Ebenso ist der Anteil der Unterernährten von 50 Prozent auf weniger als 17 Prozent gesunken. Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass diese positiven Trends zumindest bis 2050 anhalten werden, wobei die Kalorienzufuhr um weitere 20 Prozentpunkte steigt und der Anteil der unterernährten Menschen unter 3 Prozent fallen wird. „Lomborg, Björn. Cool It (Kindle 1552-1556).

Man schätzt jetzt auf 800 Millionen unterernährte Menschen auf der Welt. Es wird prognostiziert, dass dies bis 2080 auf 108 Millionen sinken wird. Wenn sich die globale Erwärmung negativ auswirkt, wie es in einigen pessimistischen Prognosen heißt, würden 2080 136 Millionen Menschen unterernährt sein. Das sind immer noch viel weniger als heute. Im Jahr 2080 wird die Anzahl der Erdbevölkerung viel höher sein als heute, so dass die unterernährte Bevölkerung als Prozent der Gesamtbevölkerung noch mehr fallen wird (Lomborg, Cool It). Wie viele unterernährte Menschen wir haben, hängt nicht sehr vom Klima ab, sondern vor allem von Armut, Krieg und Transport von Gütern, insbesondere von Lebensmitteln.

Die weltweite landwirtschaftliche Produktion hat sich seit 1961 mehr als verdreifacht (Abbildung 5), und die Zunahme ist in Entwicklungsländern mehr als viermal so hoch (Abbildung 6). Nach Angaben der Vereinten Nationen produzieren wir 23% mehr Nahrungsmittel pro Person als 1960 (FAO). Die FAO hat kürzlich bekannt gegeben, dass die Getreideproduktion 2017 einen neuen Rekord erreicht hat.

Abbildung 5: Weltweite landwirtschaftliche Produktion (Quelle FAOSTAT )

Abbildung 6: Landwirtschaft in den am wenigsten entwickelten Ländern (Quelle FAOSTAT )

Abbildung 7, Kilokalorien von verfügbaren Lebensmitteln pro Person auf der ganzen Welt, Quelle ourworldindata.org )

Da die Nahrungsmittelproduktion in der ganzen Welt rasch zunimmt, steigt auch die Anzahl der Kalorien (technisch Kilokalorien), die jede Person zur Verfügung hat (Abbildung 7). Selbst in Afrika und Asien hat das verfügbare Nahrungsmittelangebot seit 1961 dramatisch zugenommen.

„Jedes Mal, wenn unsere Investition in das Klima eine Person vor dem Hunger rettet, könnte eine ähnliche Investition in direkte Hungerpolitik mehr als fünftausend Menschen retten.“ Lomborg, Björn. Cool It (Kindle 1618-1619).

 Ich überlasse es dem Leser, die obigen Daten und Grafiken mit der Aussage aus der folgenden technischen Zusammenfassung des IPCC WGII AR5 auf Seite 47 in Einklang zu bringen:

„Basierend auf vielen Studien, die ein breites Spektrum von Regionen und Nutzpflanzen abdecken, waren negative Auswirkungen des Klimawandels auf die Ernteerträge häufiger als positive (hohes Vertrauen).“

 Angesichts der in den Abbildungen 5 und 6 dargestellten Daten könnte man meinen, dass die Auswirkungen des Klimas auf die Ernteerträge unbedeutend sind. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Ernteerträge weiter steigen werden. Falls das Klima einen negativen Effekt hat, muss dieser sehr klein sein.

Abbildung 8, FAO: Inflation korrigierte die Weltmarktpreise für Nahrungsmittel .

Die Weltmarktpreise für Nahrungsmittel (Abbildung 8) sind seit ungefähr 2005 gestiegen, als Biokraftstoffe, insbesondere Maisethanol, vermehrt gefördert wurden (siehe Abbildung 9). Die Produktion von Ethanol verbraucht 40% des US-Mais . Die Weltbank diskutiert die Gründe für höhere Preise hier . Der Artikel wurde unmittelbar nach dem Erreichen des Höchststandes der Nahrungsmittelpreise im Jahr 2012 geschrieben, was der Abflachung der Ethanolproduktion auf Maisbasis entspricht (Abbildung 9). Die Ursachen waren vor allem die Biokraftstoffproduktion, das schlechte Wetter und die steigende Nachfrage nach Getreide in Asien, das für die Tierfütterung gebraucht wurde, da der Verzehr von Geflügel und Fleisch in Asien zugenommen hat.

Abbildung 9, Zunahme der Biokraftstoffe in den USA (Quelle: eia.gov )

Die Preise sind seit 2011 gefallen, als sie ihren Höhepunkt erreichten. Die Produktion von Biokraftstoffen hat sich im Jahr 2010 abgeflacht und die landwirtschaftlichen Betriebe haben ihre Produktion erhöht, um die Nachfrage zu decken. Der Anstieg der Nahrungsmittelproduktion und die sinkenden Nahrungsmittelpreise sind hauptsächlich auf die Verbesserung der Agrartechnologie in den Entwicklungsländern zurückzuführen. Ein Teil des Anstiegs ist jedoch auf zusätzliches atmosphärisches CO2  zurückzuführen, das als Luftdünger und [nicht] zur Erderwärmung dient, insbesondere in Sibirien und Kanada, wo mehr Land für die Landwirtschaft nutzbar wurde (siehe AR5, hier ). Dies hat zum Boom in der Landwirtschaft in Russland beigetragen. Der größte Teil der jüngsten globalen Erwärmung ist in Kanada und Sibirien aufgetreten, was den Landwirten in diesen Gebieten geholfen hat, siehe Abbildung 10.

Abbildung 10, Quelle NASA

Lomborg schrieb 1997 folgendes und damals stimmte es. Was er [Paul Ehrlich] zu dieser Zeit nicht wusste, war, dass die Erzeugung von Biotreibstoffen explodieren würde und die Menschen ihre Nahrung dümmlich verbrennen, indem sie Mais und Zucker-Ethanol stark subventionierten. Dies hatte den offensichtlichen Effekt, dass die Nahrungsmittelpreise auf der ganzen Welt anstiegen und die Verringerung der Nahrungsmittelarmut hinauszögerte.

„Zur gleichen Zeit, da die Erde immer mehr Menschen aufnimmt, die immer mehr Nahrung fordern, sind die Nahrungsmittelpreise dramatisch gesunken. Im Jahr 2000 kosteten Lebensmittel  weniger als ein Drittel ihres Preises in 1957. Dieser Rückgang der Lebensmittelpreise ist für viele Menschen in den Entwicklungsländern, vor allem für die vielen armen Stadtbewohner, von entscheidender Bedeutung. „Lomborg, Bjørn. Der skeptische Umweltschützer: Den realen Zustand der Welt messen (S. 62).

„Der Rückgang der Lebensmittelpreise ist eine echte langfristige Tendenz. Der Weizenpreis erfährt  seit 1800 einen Abwärtstrend, und Weizen ist jetzt mehr als zehnmal billiger als der Preis, der dafür in den letzten 500 Jahren berechnet wurde. „Lomborg, Bjørn. Der skeptische Umweltschützer: Den realen Zustand der Welt messen (S. 62).

Mehr als unerklärlicherweise, berichtet der AR5 WGII-Bericht, dass die Auswirkungen des Klimawandels die landwirtschaftlichen Erträge von 1960 bis 2013 reduziert haben, siehe Abbildung TS.2E, Seite 43 . Dies steht im Widerspruch zu den Ertragsdaten der FAO der Vereinten Nationen (Abbildung 11). Die Website ouroworldindata.org zeigt FAO-Ernteertragsdaten, dass diese auf der ganzen Welt steigen und nicht fallen. Abbildung 11 zeigt als Beispiel den gesamten Weizenertrag aus 146 Ländern von 1961 bis 2014 anhand der FAO-Daten für 2017.

Abbildung 11, Darstellung des gesamten Weizenertrags aus 146 Ländern, Daten von FAO (2017) und Ourworldindata.org .

Die Ergiebigkeit der Weizenernte stieg von 1961 bis 2014 um 4% pro Jahr und der beobachtete Anstieg ist sehr linear. Die gesamte Nahrungsmittelproduktion nimmt ebenfalls zu, bei steigender Steigerungsrate, wie aus den Abbildungen 5 und 6 hervorgeht. Die Schlussfolgerungen des IPCC WGII sind modellbasiert und zeigen nur sehr kleine „negative klimabedingte“ Veränderungen von bis zu 2% / Dekade. siehe Abbildung 12. Diese Abbildung stammt aus Kapitel 7, Seite 492 des vollständigen Berichts.

Abbildung 12, Quelle IPCC AR5 WGII, Kapitel 7, Seite 492

Die modellierte 2% / Dekade „klimabedingte“ Abnahme ist in Abbildung 11 nicht ersichtlich, welche tatsächliche FAO-Daten über den gleichen Zeitraum (1961-2014) zeigen. Das IPCC-Modell wurde für 1960 bis 2013 durchlaufen gelassen. AR5 erklärt ihre Modellergebnisse wie folgt:

„Basierend auf diesen Studien besteht mittleres Vertrauen, dass Klimatrends die Weizen- und Maisproduktion in vielen Regionen negativ beeinflusst haben (Abbildung 7-2) (mittlere Evidenz, hohe Übereinstimmung).“

Aufgrund der Daten scheint „mittleres Vertrauen“ übertrieben zu sein. Darüber hinaus werden auf vielen Seiten, über „modellierte Ergebnisse“ diskutiert, und kein einziges Wort über die Tatsache, dass die Erträge tatsächlich um 2% pro Jahr steigen, das ist unaufrichtig.

 

Schlussfolgerungen

Eine katastrophale Nahrungskatastrophe wie von Thomas Malthus  oder Paul Ehrlich scheint in absehbarer Zeit höchst unwahrscheinlich. Die Nahrungsmittelproduktion wächst schnell aufgrund der Verbreitung westlicher Farmtechnologie, CO2-Düngung und neue Ackerflächen in Kanada und Russland aufgrund der globalen Erwärmung. Die zusätzliche Nahrung wird weltweit verteilt, da die Anzahl der Kilokalorien an Nahrungsmitteln, die den Menschen weltweit zur Verfügung stehen, dramatisch zunimmt.

Obwohl die IPCC-Modelle zeigen, dass der Klimawandel die Ernteerträge verringern sollte, zeigen die Daten keine Verlangsamung des Ertragswachstums.

Die Weltbevölkerung nimmt weiter zu, währenddessen  die Anzahl der Menschen, die jedes Jahr zur Bevölkerung hinzukommen, abnimmt, die Wachstumsrate ist seit 1963 zurückgegangen. In absoluten Zahlen betrug die Spitze im Wachstumsjahr 1989 88.000.000 Menschen und nimmt immer noch ab. Es wird erwartet, dass die Zahlen im Jahr 2100 nahe null liegen werden. Das Wachstum führte aufgrund einer sinkenden Sterblichkeitsrate zu einer steigenden Lebenserwartung. Die Geburtenrate begann zu sinken, als die Bevölkerung städtischer wurde und Kinder als Arbeiter und für die Sicherheit im Alter weniger wertvoll wurden. Das heißt, die Kosten für die Erziehung eines Kindes stiegen und die Vorteile, Kinder zu bekommen, nahmen ab. Wenn die Welt wohlhabender und urbaner wird, wird dieser Trend anhalten. Der menschliche Wohlstand ist der Schlüssel zu einer besseren Welt.

Erschienen auf WUWT am 11.12.2017

Übersetzt durch Andreas Demmig

https://wattsupwiththat.com/2017/12/11/population-growth-and-the-food-supply/




30 Jahre später – und Alarmisten prognostizieren immer noch die „Apokalypse“

Die einzige Lösung, sagen sie, ist die Befreiung der Welt von fossilen Brennstoffen – Kohle, Erdgas und Öl – die als Pfeiler der modernen Gesellschaft dienen. Nur schnelles, entscheidendes globales Handeln kann die schlimmsten Auswirkungen des vom Menschen verursachten Klimawandels abwenden. Internationale Gremien wie die Vereinten Nationen warnen, wir haben nur noch Jahrzehnte Zeit dafür – oder noch weniger!

Natürlich ist die menschliche Zivilisation bislang nicht zusammengebrochen, trotz jahrzehntelanger Voraussagen, dass uns nur noch wenige Jahre bleiben, um eine Katastrophe abzuwenden. Vor zehn Jahren hatten die Vereinten Nationen vorhergesagt, dass wir „nur noch acht Jahre Zeit hätten, um einen gefährlichen weltweiten durchschnittlichen Anstieg von 2 ° C oder mehr zu vermeiden“.

Diese gescheiterte Vorhersage hat die UN und andere jedoch nicht davon abgehalten, weiterhin apokalyptische Wahrsagungen zu treffen.

Um fast drei Jahrzehnte schrecklicher Vorhersagen zu feiern, hat die Daily Caller News Foundation diese Liste von einigen der schlimmsten Prophezeiungen des Jüngsten Gerichts zusammengestellt, die von Wissenschaftlern, Aktivisten und Politikern gemacht wurden:

 

  1. Wiederholte Apokalyptische Warnungen

Eine Gruppe von 1.700 Wissenschaftlern und Experten unterzeichnete vor 25 Jahren einen Brief, der vor einem massiven ökologischen und gesellschaftlichen Zusammenbruch warnte, wenn nichts unternommen würde, um Überbevölkerung, Umweltverschmutzung und letztlich die kapitalistische Gesellschaft, in der wir heute leben, einzudämmen.

Die Union of Concerned Scientists [~ betroffenen Wissenschaftler, von was betroffen? Der Übersetzer] veröffentlichte Anfang des Jahres einen zweiten Brief , in dem sie erneut vor den schlimmen Folgen der globalen Erwärmung und anderer angeblicher ökologischer Missstände warnte. Die Gruppe, die jetzt 15.000 zählt, warnt: „Bald wird es zu spät sein, um von unserem zum Scheitern verurteiltem Pfad abzuweichen, die Zeit läuft ab. … die Experten sagen, dass das Bild viel, viel schlimmer ist als 1992, und dass sich fast alle der damals identifizierten Probleme einfach verschärft haben.“

„Wir müssen in unserem täglichen Leben und in unseren regierenden Institutionen erkennen, dass die Erde mit ihrem ganzen Leben unser einziges Zuhause ist“, warnten die Wissenschaftler und Experten.

Es ist eine erschreckende Warnung – wenn Sie die Tatsache ignorieren, dass keine ihrer Warnungen seit 1992 eintrafen.

Die Nachricht aktualisiert eine ursprüngliche Warnung der Union of Concerned Scientists, die vor 25 Jahren von 1.700 Unterschriften unterstützt wurde. Aber die Experten sagen, dass das Bild viel, viel schlimmer ist als 1992, und dass sich fast alle der damals identifizierten Probleme einfach verschärft haben.

 

  1. Der Planet wird bis zum Ende des Jahrhunderts „unbewohnbar“ sein

Der Autor des New York Magazine, David Wallace-Wells, veröffentlichte einen Artikel mit 7.000-Wörtern, in dem er behauptet, die globale Erwärmung könnte die Erde bis zum Ende dieses Jahrhunderts „unbewohnbar“ machen.

Der Artikel von Wallace-Wells warnte vor Schrecken, wie „Hitze-Tod“, „Klima-Plagen“, „Dauerhafter wirtschaftlicher Zusammenbruch“ und „Vergiftete Ozeane“.

„Ohne eine signifikante Änderung der Art und Weise, wie Milliarden von Menschen ihr Leben führen, werden Teile der Erde wahrscheinlich kurz vor dem Ende dieses Jahrhunderts nahezu unbewohnbar und andere schrecklich unwirtlich werden“, schrieb Wallace-Wells.

 

  1. Die von Prinz Charles gesetzte Frist zur Rettung vor der globalen Erderwärmung ist abgelaufen … und nichts ist passiert

Prince Charles hat im Juli 2009 gewarnt, dass die Menschheit nur noch 96 Monate Zeit hat, um die Welt vor „dem unwiederbringlichem Zusammenbruch des Klima- und Ökosystems und allem, was dazu gehört zu retten.“ Diese Frist ist verstrichen, und der Prinz hat kein Update veröffentlicht, bis wann die Weltgerettet werden muss.

Die kürzlich veröffentlichten „Paradise Papers“ zeigen, dass die von Charles unterstützen, britischen Abgeordneten sich für eine Politik einsetzen, die seiner Investition in einem Bermuda-Unternehmen zugutekommt, das nachhaltige Forstwirtschaft betreibt. Also, das ist es.

 

  1. ‚Eisapokalypse‘ jetzt

Der alarmistische Schriftsteller und Meteorologe Eric Holthaus behauptete, die vom Menschen verursachte globale Erwärmung würde die „Eisapokalypse“ [Ist bereits auf Eike übersetzt] auslösen, „All dies könnte sich in nur 20 bis 50 Jahren abspielen – viel zu schnell, als dass sich die Menschheit anpassen könnte“, schrieb Holthaus, der für seine alarmierenden Artikel über die vom Menschen verursachte Erwärmung bekannt ist – „Überschwemmungen an Küstenstädten und Hunderten Millionen von Klimaflüchtlingen“. Klingt schrecklich, aber seine Schlussfolgerungen sind nicht wirklich gesichert.

„Ich denke, dass seine Aussagen zu pessimistisch sind: er überschätzt die Möglichkeit einer Katastrophe. Zu bald, zu sicher“  schrieb Tamsin Edwards, ein Wissenschaftler, der die Antarktis studiert, in The Guardian über Holthaus‘s Artikel.

 

  1. „2015 ist effektive die letzte Möglichkeit“, die katastrophale Erwärmung zu stoppen

Die sich im Vatikan getroffenen Regierungschefs der Welt gaben eine Erklärung heraus , in der es hieß, „2015 sei effektive die letzte Gelegenheit gewesen, Arrangements auszuhandeln, um die vom Menschen verursachte Erwärmung unter 2 Grad [Celsius] halten“.

Papst Franziskus will sich für die Erderwärmung in die Waagschale werfen und wird voraussichtlich eine Enzyklika herausgeben, die im Grunde dasselbe sagt. Francis wiederholte, dass 2015 die letzte Chance ist, die massive Erwärmung aufzuhalten.

Aber was er wirklich sagen sollte, ist, dass die UN-Konferenz in diesem Jahr die „letzte“ Chance ist, einen Deal zur Eindämmung der globalen Erwärmung abzuschließen … seit letztem Jahr, als die UN im Grunde das Gleiche schon über den Klimagipfel 2014 sagte.

 

  1. Frankreichs Außenminister sagte, dass wir nur noch „500 Tage“ haben, um das „Klima-Chaos“ zu stoppen

Als Laurent Fabius sich am 13. Mai 2014 mit Außenminister John Kerry traf, um über Weltprobleme zu sprechen, sagte er: „Wir haben 500 Tage, um das Klima-Chaos zu vermeiden.“

Ironischerweise hatte die UN zurzeit von Fabius ‚Kommentierung einen Klimagipfel geplant, der im Dezember 2015 in Paris stattfinden sollte – etwa 565 Tage nach seinen Ausführungen. Sieht aus, dass die UN 65 Tage zu spät ist, um die Welt zu retten.

 

  1. Der ehemalige Präsident Barack Obama ist unsere letzte Chance, die globale Erwärmung zu stoppen

Als Obama während des Wahlkampfes versprach, „den Anstieg der Ozeane zu verlangsamen“, haben ihn einige Umweltschützer vielleicht wörtlich genommen.

Der Präsident der United Nations Foundation, Tim Wirth, erklärte Climatewire im Jahr 2012, dass Obamas zweite Amtszeit das „letzte Fenster der Gelegenheit“ sei, um Maßnahmen zur Begrenzung der Verwendung fossiler Brennstoffe zu ergreifen. Wirth sagte, es sei „die letzte Chance, dass wir etwas erreichen, bevor [die Welt sich] 2 Grad Celsius nähert“ und fügte hinzu, wenn wir „es jetzt nicht tun, verwandeln wir die Welt zu einem ganz anderen Ort.“

Kurz davor, warnte in 2009  der Leiter des National Aeronautics and Space Administration Goddard Space Flight Center, James Hansen, Obama habe „nur vier Jahre, um die Erde zu retten“.

 

  1. Erinnern Sie sich daran, als wir nur „Stunden“ hatten, um die globale Erwärmung zu stoppen?

2009 trafen sich die Staats- und Regierungschefs in Kopenhagen, Dänemark, um einen weiteren Klimavertrag auszukaspern. Im selben Jahr schrieb der Chef der kanadischen Grünen, dass es nur noch „Stunden“ gebe, um die Erderwärmung zu stoppen.

„Wir haben Stunden zu handeln, um einen Tsunami in Zeitlupe zu verhindern, der die Zivilisation zerstören könnte, wie wir sie kennen“, schrieb Elizabeth May, die Vorsitzende der Grünen in Kanada, im Jahr 2009. „Die Erde hat eine lange Zeit. Die Menschheit tut es nicht. Wir müssen dringend handeln. Wir haben keine Jahrzehnte mehr; Wir haben Stunden. Wir markieren das am Samstag in der Earth Hour. “

 

  1. Großbritanniens Premierminister Gordon Brown sagte, dass es nur noch 50 Tage gebe, um die Erde zu retten

Das Jahr 2009 war eine schlechte Zeit für die Prognosen der globalen Erwärmung. In diesem Jahr warnte Brown, es gebe nur „50 Tage, um die Welt vor der globalen Erwärmung zu retten“, berichtete die BBC. Laut Brown gab es „keinen Plan B.“

Brown ist seitdem aus dem Amt gejagt worden.

 

  1. Der oberste Klimaforscher der UN sagte, dass wir 2007 nur vier Jahre hätten, um die Welt zu retten

Rajendra Pachauri, der ehemalige Vorsitzende des IPCC  sagte 2007 : „Wenn es vor 2012 keine Maßnahmen gibt, ist das zu spät. Was wir in den nächsten zwei bis drei Jahren tun, bestimmt unsere Zukunft. Das ist der entscheidende Moment „.

Nun, es ist 2015 und es wurde kein neuer UN-Klimavertrag vorgestellt. Das einzige, was sich seitdem geändert hat, ist, dass Pachauri Anfang dieses Jahres gezwungen wurde, zurückzutreten, auf Grund der Anklagen, er habe mehrere weibliche Mitarbeiter sexuell belästigt.

 

  1. Umweltschützer warnten 2002, die Welt habe nur ein Jahrzehnt, um grün zu werden

Der Umweltschützer George Monbiot schrieb im britischen Guardian, dass innerhalb von nur 10 Jahren die Welt vor einer Wahl stehen wird: Ackerbau ernährt weiterhin die Tiere der Welt oder ernährt weiterhin die Menschen der Welt. Es kann nicht beides tun. “

Weltweit waren 2002 rund 930 Millionen Menschen laut UN-Daten unterernährt. Bis 2014 schrumpfte diese Zahl auf 805 Millionen. Sorry, Monbiot.

 

  1. Apokalypse durch Globale Erwärmung, 1980er Edition

Die UN behauptete bereits in den späten 1980er Jahren, dass die Welt nur ein Jahrzehnt Zeit hätte, um die globale Erwärmung zu lösen oder sich den Konsequenzen zu stellen.

Die San Jose Mercury News berichtete am 30. Juni 1989, dass ein „leitender Umweltbeauftragter bei den Vereinten Nationen, Noel Brown, sagt, dass ganze Nationen durch einen Anstieg des Meeresspiegels von der Erdoberfläche gelöscht werden könnten, wenn bis zum Jahr 2000 die globale Erwärmung nicht rückgängig gemacht wird.“

Diese Vorhersage hat sich schon vor 15 Jahren nicht bewahrheitet, aber die UN tönt auch heute noch den gleichen Alarm.

 

Erschienen auf The Daily Caller am 25.11.2017

Übersetzt durch Andreas Demmig

http://dailycaller.com/2017/11/25/after-30-years-alarmists-are-still-predicting-a-global-warming-apocalypse/

 

Tabelle nach obiger Aufzählung

Alarmist

Von

Zeitraum

Jahre

In

Ereignis
Concerned scientists 1992 25 2017 Ökosysteme zusammengebrochen
David Wallace-Wells

New York Magazine

2017   2100 Hungersnot, wirtschaftlicher Zusammenbruch, eine Sonne, die uns kocht
Prince Charles 2009 8 2017 unwiederbringlicher Zusammenbruch des Klima- und Ökosystems
Eric Holthaus 2017 20 – 50 2037 – 2067 Überschwemmungen an Küstenstädten und Hunderten Millionen von Klimaflüchtlingen
Regierungschefs im Vatikan 2015   2015 Letzte Chance etwas zu tun

(vertiefte geistliche Betrachtung).

Frankreichs Außenminister Laurent Fabius 2014 500 Tage Okt. 2015 Klima-Chaos
Präsident der United Nations Foundation 2012 4 2016 2 Grad -Ziel zu erreichen
James Hansen 2009 4 2013 Die Erde zu retten
Elisabeth May, Grüne in Kanada 2009 Nur Stunden 2009 Erderwärmung
Großbritanniens Premierminister Gordon Brown 2009 50 Tage 2009 Erderwärmung
Rajendra Pachauri 2007   2012 Keine Zukunft mehr
Umweltschützer George Monbiot 2002 10 Jahre 2012 Keine Nahrung mehr
UN 1989 10 Jahre 1999 Meeresspiegel, Überschwemmungen



Ex-Beatle bekämpft die Klimaerwärmung mit veganer Kost

„Es ist nicht die totale Lösung, aber es ist Teil der Lösung„, sagte Sir Paul McCartney Reportern in einem Interview. Fleischlos hilft die globale Erwärmung zurückzudrängen. Aktivisten haben diese Position seit Jahren gestärkt, fügte er hinzu, aber Leute wie Trump machen es schwierig.

„Besonders wenn jemanden wie Trump sagt, dass der Klimawandel nur ein Schwindel ist“, sagte McCartney, 75, über Kommentare, die der Präsident einst über die globale Erwärmung äußerte. In dem Interview wurde ein Kurzfilm des ehemaligen Beatles gezeigt, in dem die Leute ermutigt wurden, eine Woche lang auf tierische Produkte zu verzichten.

„Viele Leute wie ich denken, das ist nur verrückt, also ist es vielleicht jetzt eine gute Zeit, um die Aufmerksamkeit der Leute zu bekommen und zu sagen:“ Schau, vergiss Trump, wir können selbst etwas tun „.

Umweltschützer haben schon länger versucht, Schulen und andere Institutionen zu veranlassen, von Fleischgerichten in Richtung Tofu umzustellen. Schulen aus Kalifornien schlossen sich Anfang dieses Jahres mit der Umweltgruppe Friends of the Earth (FOE) zusammen, um Kindern ein Mittagsmenü zu  geben, das darauf  ausgelegt ist, Nahrungsmittel zu eliminieren, von denen gesagt wird, dass sie für unseren Planeten „nicht nachhaltig sind“.

Die neue Speisekarte bietet weit weniger Fleisch und mehr pflanzliche Lebensmittel. Jedes Fleisch oder jeder Käse, den die Schule verwendete, stammte von „weidenden, ökologischen Milchkühen“. Die Mittagskarte der Schüler reicht von der Pepperoni-Pizza über veganen Tofu und vegane Tostadas.

Erschienen auf The Daily Caller am 06.11.2017

Übersetzt durch Andreas Demmig

http://dailycaller.com/2017/11/06/paul-mccarthy-gong-vegan-is-the-best-way-to-get-back-at-trumps-climate-madness/




Was ist wahr – die Photosynthese oder die Geschichte vom Klimamakiller CO2 ?

Das beweist die Photosynthesereaktion in den Pflanzen. Sie beschreibt, wie die Pflanzen mit Hilfe von Sonnenlicht die zum Leben nötige Energie in den Pflanzenzellen gewinnen:

Aus Kohlendioxid CO2 + Wasser + Sonnenenergie wird Zucker + Sauerstoff

Das CO2 wird durch die Blätter aus der Luft aufgenommen, die Sonnenenergie ebenfalls durch die Blätter, das Wasser kommt über die Wurzeln in die Zellen. Bei der Produktion von Zucker aus CO2 und Wasser (Energiespeicher für Sonnenenergie) in den Pflanzenzellen wird Sauerstoff frei, der über die Blätter an die Atmosphäre geht. Der Zucker ( und seine Folgeprodukte Stärke, Zellulose..) liefert die Energie für alle Lebensvorgänge und zum Wachsen der Pflanze, für Samen usw.

Der Mensch lebt vom Umkehrprozeß der Photosynthese:

Zucker + Sauerstoff reagieren zu Wasser + CO2 + Energie

Der Mensch nimmt den von den Pflanzen erzeugten Energiespeicher Zucker auf über den Magen und den Sauerstoff über die Lunge. Bei der Reaktion von Zucker und Sauerstoff in der menschlichen Zelle wird Energie frei zur Erhaltung aller Lebensvorgänge. Als Reaktionsprodukte entstehen Wasser und CO2, die über die Lunge ausgeschieden werden. Diese biologischen Reaktionen in den Zellen setzen immer die Anwesenheit von Reaktionsbeschleunigern (Enzymen) voraus. Auch die Verrottung abgestorbener Pflanzen ist ein Umkehrprozeß der Photosynthese. Fazit:

Ohne CO2 gibt es keine Pflanzen auf der Erde, ohne Pflanzen gibt es keinen Sauerstoff in der Luft, den die Pflanzen in Milliarden Jahren bei der Photosynthese erzeugt haben. Den Sauerstoff, der bei der Photosynthese durch Abspaltung vom H2O erzeugt wird, brauchen die Tiere zum Leben ebenso wie die Menschen.

Daß CO2 keine merkbare Klimaerwärmung bewirken kann, ist in dem Aufsatz „Der Einfluß der Wolken auf das Klima“ beschrieben (www.adew.eu/Berichte/Klima).

Der von Politik und Medien mit riesigen Geldmitteln geführte Kampf gegen Kohlendioxid ist purer Irrsinn und wird als Argument für die Globalisierung benutzt. In der BRD, in Politik, Medien und Teilen der Wirtschaft hält man die oben beschriebenen Naturgesetze für nicht zutreffend, da es hier viele Profiteure des CO2-Wahns gibt. Ohne CO2-Wahn wäre eine kräftig sprudelnde Geldquelle für diese Leute in Instituten, Industrie, Landwirtschaft, Banken usw. verstopft.

 

 




ClimateGate 18: Die Probleme in den Modellen zur globalen Erwärmung!

So werden wir beispielsweise – obgleich es überzeugende Anzeichen dafür zu geben scheint – nicht von anpasserischen Politikern, sich selbst bedienenden Lobbyisten, fanatischen Umweltaktivisten und gierigen Wallstreet-Manipulatoren geführt. Das ist eine Illusion.

Doch es gibt einen noch stärkeren (aber kaum sichtbaren) Antreiber hinter dem Anschein. Dieser Unsichtbare ist der Computer-Programmierer. Und wie im Märchen vom „Zauberer von Oz“ soll niemand diesem wirklichen Schicksalslenker auf die Finger schauen.

Als Computer-Programmierer will ich hier alles über den „Zauberer“ ausplaudern. Auch wenn mich das vermutlich meine Mitgliedschaft im Club (auch als Physiker und Umweltaktivist) kosten wird.

Der erste Hinweis auf Probleme wird schon deutlich in der Wikipedia-Erklärung über Computer-Programmierer gegeben: 

Dieses Fach unterscheidet sich von vielen anderen technischen Berufen darin, daß Programmierer im allgemeinen weder Zulassungsprüfungen bestehen noch irgendwelche anderen standardisierten (oder amtlichen) Befähigungsnachweise erbringen müssen, um sich „Programmierer“ oder sogar „Software-Ingenieur“ nennen zu können.

Hmmm. 

Als Laie kann ich mir das nur so erklären, dass die ganze Computer-Programmiererei darin besteht, Annahmen zu treffen und diese in mathematische Gleichungen umzusetzen.

Die ganz große Frage lautet: Kann man wirklich komplexe Lagen aus der wirklichen Welt genau in Einsen und Nullen übersetzen? HAL [Anm. d. Ü.: die Computerstimme aus dem Film „Odyssee im Weltraum“] mag das glauben, doch höher verarbeitende Gehirne sagen Nein. Trotzdem wird es immer wieder mit sehr begrenztem Erfolg versucht. Schauen wir ein wenig genauer hin.

Fangen wir mit einem Beispiel an, wie Annahmen in einem Modell getroffen werden.

Ich habe ein Computer-Programm für Schuldeneintreiber geschrieben. Eine typischer Hergang war, dass dem Schuldner ein Termin für eine Zahlung genannt worden wäre und die Inkasso-Gesellschaft diese nicht rechtzeitig erhalten hätte. Welche Reaktion ist daraufhin angemessen?

In dieser Situation kontaktiert das Computer-Programm automatisch den Schuldner. (Man bedenke, dass es bei den Inkasso-Firmen Tausende von Schuldnern gibt und dass es aus Zeitgründen einfach unmöglich ist, durch persönliche Intervention jeden einzelnen Fall zu prüfen und zu verfolgen.)

Was soll also im Computerbrief an den Schuldner stehen? Nun, es hängt von den Annahmen des Computer-Programmierers ab.

Solche Situationen versucht der Programmierer auf mathematische Optionen zu vereinfachen.

Wie entscheidet der Programmierer (im Modell) über „Ja“ oder „Nein“? Also, da werden andere Hinweise benutzt (z. B. ob frühere Zahlungen rechtzeitig geleistet wurden), um eine statistische Wahrscheinlichkeit zu erzeugen. 

In einer komplexen Lage (z. B. Schuldeneintreibung, Klimawandel, Finanz-Derivate) kann leicht ein ganzes Hundert solcher Wahlmöglichkeiten entstehen, das zu behandeln ist.

Um die Implikationen zu verstehen, soll nur der Fall betrachtet werden, wo es zehn derartige Entscheidungspunkte gibt – jeder mit einer möglichen „Ja-“ oder „Nein-“ Entscheidung. Am Ende des Ablaufs stehen 210  (d. h. 1024) mögliche Antworten. Das bedeutet eine ganze Menge von möglichen Schlussfolgerungen.

Leider gibt es aber noch viel mehr Möglichkeiten! Die Annahme, dass diese Schuldner-Situation auf eine „Ja“ oder „Nein“-Antwort verdichtet werden könnte, trifft nicht zu. Denn es gibt viele weitere reale Lagen, die sich einem „Ja“ oder „Nein“ entziehen.

Zum Beispiel: Was ist, wenn der Schuldner niemals zu Anfang eine Nachricht erhalten hätte, dass die Zahlung zu dem Termin fällig war, den das Inkasso-Unternehmen überwachte? Oder: Was, wenn der Schuldner das Geld überwiesen hätte und die Zahlung fehlgeleitet wurde? Oder: Was, wenn der Schuldner die Zahlung an den ursprünglichen Gläubiger geleistet hätte, anstelle an das Inkasso-Unternehmen? Oder: Was, wenn der Schuldner das Geld rechtzeitig überwiesen und das Inkasso-Unternehmen fälschlicherweise die Gutschrift nicht rechtzeitig bewirkt hätte? Usw., usw.

In einem korrekten Computer-Modell müssen alle derartigen Lagen richtig behandelt werden (gesetzlich, zeitlich usw.). Erkennen Sie nun die Komplexität anhand dieses ganz einfachen Beispiels einer nicht fristgerechten Zahlung?

Aber da gibt es noch einen bisher nicht erwähnten weiteren wichtigen Faktor (jetzt schon Nr. 4).  Was ist, wenn der Schuldner nicht bezahlt hat, dies aber darauf zurückzuführen ist, dass sein Kind multiple Sklerose hat und er nicht krankenversichert ist? Wie schreibt ein Computer-Programmierer den Code für so abstrakte Vorstellungen wie „Fairness“? Anders gesagt, können „Einsen“ und „Nullen“ so angeordnet werden, dass sie Nicht-Anfassbares darstellen? Ich denke nein.

Daher steht unter dem Strich die Frage: Kann ein Computer-Programm überhaupt alle Möglichkeiten der realen Welt richtig behandeln – bereits schon in diesem einfachen Fall der Schuldeneintreibung? Die Antwort ist Nein.

Wir haben schon beachtliche Schwierigkeiten beim Übersetzen einer relativ einfachen Sache wie der Sprache – z. B. von griechischen biblischen Texten ins Englische. Wie viele Versionen der Bibel gibt es? Warum nicht nur eine?

Können wir möglicherweise hoffen, einen Vorgang zu übersetzen, der viel komplizierter als Wörter ist? Wir können es versuchen, aber die klare Antwort ist, dass beim Übersetzen jeder komplexen Lage (Schuldner, Energie-Leistung usw.) in mathematische Gleichungen und Computer-Code eine ganze Menge verloren geht.

Manche uninformierte Gruppen glauben, dass der Computernutzer alle Variablen beherrscht und dass er von Hand (und mit Genauigkeit) die Lagen ändern kann. Das stimmt nicht, weil die vom Computernutzer beherrschten Elemente nur einen kleinen Bruchteil der tatsächlichen Faktoren ausmachen, die in ein Computer-Modell eingebaut sind.

Ein ähnlicher Fehler ist, etwa so zu denken: „wir kennen die Annahmen, die die Programmierer trafen, und wir berücksichtigen sie“. Das ist falsch.

Beim Schreiben eines Computer-Programms mit Komplexität werden buchstäblich Hunderte von Annahmen getroffen. Der Computer-Programmierer enthüllt seinem Kunden diese nicht alle, aus dem gleichen Grund, aus dem ein Steuerberater seinem Kunden nicht alle Annahmen bei der Erstellung einer Steuererklärung mitteilt. Er erwähnt nur einige Grundannahmen und sagt dann: „Unterschreiben Sie hier“.

Ja, dieses Beispiel bringt mich auf eine weitere Hauptvariable (Nr. 7): auf die Daten, die der Programmierer als Grundlage bei der Programmerstellung benutzt.

So, wie auch die Erstellung einer Steuererklärung auf der Zusammenarbeit zweier Parteien beruht, so ist auch das Schreiben eines Computer-Modells eine Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftler und Programmierer. Wenn der Steuerpflichtige dem Steuerberater unvollständige oder unrichtige Angaben macht, wird das Ergebnis falsch. Das Beunruhigende ist, dass in vielen Fällen keine der Parteien erkennt, dass die Ergebnisse falsch sind.

Gleichermaßen wird das Ergebnis falsch sein, wenn ein Wissenschaftler (unabsichtlich) unvollständige oder ungenaue Daten dem Programmierer für dessen Arbeit gibt. Und keine Partei wird es merken.

Es gibt eine noch bedeutendere Variable (Nr. 8) zu berücksichtigen. Nach der Fertigstellung eines Computer-Modells wird ein „Dolmetscher“ (z. B. das IPCC) die „Ergebnisse“ für Politiker und die Öffentlichkeit (z. B. die Medien) übersetzen.

Und da erleben wir eine Überraschung: Diese Übersetzungen werden von politischen, religiösen, umweltbezogenen, finanziellen und wissenschaftlichen Meinungen beeinflusst. Erklären die Dolmetscher in ihren öffentlichen Äußerungen alle ihre unterschwelligen Vorurteile? Man weiß jetzt die Antwort: ganz gewiss nicht.

Wenn alle diese Faktoren in die Gleichungen eingeführt werden, sind wir offensichtlich schon so weit von den wissenschaftlichen Tatsachen abgewichen, dass diese gar nicht mehr sichtbar sind.

Daher müssen wir sehr sorgfältig nachdenken, bevor wir große Aktionen starten, die fast ausschließlich auf Computer-Modellen beruhen (z. B. viele Billionen Dollar ausgeben wegen der Klimaprognosen, für die Nutzung der Windenergie usw.) 

Was ist zu tun? Alle Computer-Modelle einfach müllen?

Nein, da würden wir ins andere Extrem verfallen. Computer-Modelle haben ihre Verdienste – doch der Schwanz sollte nicht mit dem Hund wedeln.

Wir sollten realistischerweise Computer-Modelle als das sehen, was sie sind: Hilfsmittel beim Ordnen unserer Gedanken und Erzeuger von sehr subjektiven Ergebnissen, die am Anfang von wirklich wissenschaftlicher Analyse stehen sollten.

Alle Computer-Modelle sollten mit einem sehr gesunden Grad von Skepsis betrachtet werden wegen ihrer innewohnenden Begrenzungen (die ich hier nur angerissen habe).

Und um die angemessene Integrität zu gewährleisten, sollten alle Computer-Modelle für wichtige Angelegenheiten der strengen wissenschaftlichen Methodologie unterworfen werden.

Wenn sie nicht genau und ständig die Beobachtungen aus der wirklichen Welt reproduzieren können, dann sollten sie verworfen werden.

Unglücklicherweise geschieht das nicht. 

Wir sind derart süchtig nach der Illusion geworden, dass diese Programme stimmen – und einige Leute lassen sich von politischen Zielen antreiben. Und wir passen schon die Beobachtungen aus der wirklichen Welt an oder stellen sie gar in Abrede, wenn sie nicht mit dem Modell übereinstimmen. Das ist verrückt.

Wenn ein Modell nicht an der vollen Abbildung der Wirklichkeit erprobt worden ist, dann hat es nur sehr begrenzten Nutzen und sollte mit dem gleichen Grad von Berücksichtigung bedacht werden, wie man sie vielleicht einem Horoskop zuerkennt.

John Droz, Jr. ist Naturwissenschaftler und Anwalt. 

Den Originalartikel finden Sie hier: 

Die Übersetzung besorgte Helmut Jäger für EIKE




Arktiseis III:Das Ende der Arktischen Schmelzsaison – Ein Resümee!

Diese Tage genügt ein Blick aus dem Fenster um zu erkennen, dass der Sommer vorüber ist und der Herbst langsam Einzug hält. Und weil in diesem Jahr neben Weihnachten außerdem noch die Weltklimakonferenz in Kopenhagen vor der Tür steht, können wir sicher sein, dass ähnlich wie die Menge an Lebkuchen und Schokonikoläusen in den Geschäften auch die Zahl der Publikationen zum Thema Klimawandel und seine Folgen in der Presse in Richtung Dezember rasant ansteigen wird.

Und ebenso sicher können wir sein, dass sich ein nicht geringer Teil dieser Publikationen mit der Eisentwicklung an den Polen beschäftigen wird. Die Arktis und die Antarktis bergen mit ihren riesigen Massen an gespeichertem gefrorenen Wasser nun einmal die beste Grundlage für Horrorszenarien, welche das Wort Sintflut enthalten.

Der Verlockung, dieses Potenzial auch zu nutzen erliegen nicht nur Klimaforscher. Auch die Medien, welche sich ohnehin begeistert auf alles werfen, was sich irgendwie als Katastrophenmeldung verwerten lässt, finden an Arktis und Antarktis großen Gefallen. Süße Eisbären und Pinguine und die globale Katastrophe in einer Meldung unterbringen zu können, stellt nun mal einen unwiderstehlichen Reiz dar.

Arktiseis als Sommerloch-Füller

Daher haben auch in diesem Sommer wieder verschiedene Horrorszenarien über die Entwicklung des Eises in der Antarktis die Presse erreicht. Zwei Fragen waren dabei besonders im Fokus. Zum einen bis wann das Eis in der Arktis im Sommer ganz verschwunden sein wird und zum anderen ob das Arktiseis in diesem Jahr ein erneutes Minimum erreicht.

Ebenfalls den Weg in die Presse gefunden hat das neue Lieblingskind der Arktisforscher, nämlich die Eisdicke, beziehungsweise das Eis-Volumen. Weil der Rückgang der Eisbedeckung in der Arktis seit 2007 eine Pause eingelegt hat, will man uns alarmistisch bei der Stange halten, indem man uns erzählt, dass aber auch die Eisdicke abgenommen habe und dass das 2008 und 2009 neu gebildete Eis ja noch dünnes schwaches “Baby-Eis” sei, welches dann im Sommer schnell wieder wegschmelzen würde.

Letzteres ist allerdings bislang nicht eingetreten, so dass aus dem Baby-Eis möglicherweise bald ausgewachsenes Eis wird und die Arktisforscher sich ein neues Thema suchen müssen.

Die Geschichte der Nordost-Passage

Als besonders kreativer Beleg für den Klimawandel kann die “erstmalige Befahrung der Nordost-Passage durch zwei deutsche Schiffe” betrachtet werden. Durch das verschwindende Eis wäre diese Route Meldungen zufolge erstmals schiffbar gewesen (hier und hier). Richtig an der Geschichte ist vermutlich nur, dass es die ersten deutschen Schiffe waren die diese Passage genommen haben. Tatsächlich jedoch ist die Nordost-Route eine seit 1935 kommerziell und militärisch genutzte Schiffahrtsroute (hier), durch welche in manchen Jahren über 200.000 Tonnen Ladung bewegt wurden. Man kann sogar Kreuzfahrten buchen.

Auf dem Höhepunkt der diessommerlichen Arktis-Schmelze-Berichterstattung am 11. August schrieb dann der Spiegel: “Forscher befürchten neuen Eisschmelze-Rekord” und die “Welt” titelte gar: “Sommer 2009 ist für die Arktis verheerend”. Anlass für die Meldungen war eine Publikation eines amerikanischen Forscherteams, welches sich mit der Eisentwicklung in der Arktis beschäftigt hatte. Als besonders besorgniserregend sahen die Wissenschaftler das schnelle Abschmelzen des Eises im Juli an. Außerdem betonte der Hauptautor, dass das Eis in der Arktis außergewöhnlich dünn und verwundbar sei. Daher, so warnte er, könnte die Eisfläche bis September noch unter die Tiefstwerte schrumpfen.

Wer schätzt am besten?

Ein ähnliches Unterfangen, nämlich das Vorhersagen der Eisentwicklung anhand von Modellen und Beobachtungen, gab es auch bei uns in Europa. Erinnern wir uns zurück. Im Juni stellte das Alfred-Wegener-Institut in einer Pressemeldung folgende Frage: “Neues Rekordminimum der arktischen Meereisbedeckung?” und gab die Wahrscheinlichkeit dafür damals mit 28 Prozent an.

Die Wissenschaftler vom AWI nahmen im Rahmen eines europäischen Forschungsprojektes, welches ganz unspektakulär DAMOCLES getauft wurde, an einer Art Wettbewerb teil. In diesem gaben verschiedene Teams von Klimawissenschaftlern Prognosen für die minimale Ausdehnung der arktischen Eisbedeckung ab und ermittelten so, welches Modell die beste Prognose produzieren kann. Europa sucht die Super-Modellierer sozusagen.

Im Moment sieht alles danach aus, dass in der Arktis das Minimum der Eisbedeckung für dieses Jahr erreicht ist. Nach zwei Tagen wachsender Eisfläche um diese Jahreszeit erscheint dies sehr wahrscheinlich. Damit bietet sich die Gelegenheit, die Vorhersagen der Wissenschaftler einmal mit der Realität zu vergleichen. Und dabei fällt einem schnell auf, dass das Eis in der Arktis wohl wenig von Modellrechnungen hält. Im August lag die beste Schätzung der Forscher bei fünf Millionen Quadratkilometern. Das echte Eis war 240.000 Quadratkilometer größer. Das ist in etwa die Fläche von Großbritannien.

Eigene Grafik, Datenquelle:http://www.arcus.org/search/seaiceoutlook/2009_outlook/full_report_august.php </dd></dl>

Eisentwicklung zeigt positiven Trend

Wenn man sich den Verlauf der Eisentwicklung in der Arktis der letzten Jahre anschaut, dann kann von einer Abnahme der Eisbedeckung oder gar von einem beschleunigten Abschmelzen momentan keine Rede sein. Ganz im Gegenteil. Das Eis in der Arktis wächst seit 2007. So erleben wir 2009 im zweiten Jahr in Folge einen Zuwachs beim sommerlichen Tiefstand. Im Vergleich zu 2008 hat die Eisfläche in diesem Jahr um über 530.000 Quadratkilometer zugenommen, was ungefähr der Fläche Frankreichs entspricht.

Eigene Grafik, Datenquelle: http://www.ijis.iarc.uaf.edu/en/home/seaice_extent.htm </dd></dl>

Legt der Klimawandel eine Pause ein?

Die zunehmende Eisbedeckung der Arktis wird jedenfalls kaum geeignet sein, den Alarmisten als Munition für die Verhandlungen in Kopenhagen zu dienen. Man darf also gespannt bleiben, welche weiteren “Hot-Spots” uns bis dahin noch präsentiert werden. Und es bleibt auf jeden Fall weiter interessant zu beobachten, wie lange die Prediger des kommenden Erwärmungskollaps noch öffentliches Gehör finden wenn die von ihnen prophezeiten Entwicklungen auch weiterhin ausbleiben.

Einige von ihnen scheinen bereits für einen solchen Fall vorzubauen. So hat Mojib Latif, einer von Deutschlands prominentesten Klimaforschern, kürzlich auf der Weltklimakonferenz der UN in Genf offen von der Möglichkeit gesprochen dass die globale Erwärmung eine 20- bis 30-jährige Pause einlegen könnte. Demnach wäre bis 2020 oder 2030 keine weitere Erwärmung zu erwarten. Latif folgerte daraus: “Die Leute werden sagen das die Globale Erwärmung verschwindet.” Er betonte, er wäre “keiner der Skeptiker… aber wir müssen uns selbst die hässliche Fragen stellen oder andere Leute werden es tun”. (“I am not one of the skeptics,” … “However, we have to ask the nasty questions ourselves or other people will do it.” ) (hier, hier , hier und hier)

Sollte sich diese Prognose als zutreffend erweisen und in den nächsten zehn oder 20 Jahren keine weitere Erwärmung eintreten, dann müssen sich die Klimaforscher in der Tat auf einige “hässliche Fragen” gefasst machen. Nur steht zu befürchten, dass für die Folgen der Klimaforschung ganz andere zu bezahlen haben.

Weiterführende Links:

Arktische Eisausdehnung aktuell (NSIDC)

Eisentwicklung in der Arktis seit 1979 (NSIDC)

Antarktische Eisausdehnung aktuell (NSIDC)

Eisentwicklung in der Antarktis seit 1979 (NSIDC)

Arktische Eisausdehnung 2002-2009 im Vergleich (IARC-JAXA)

Arktische Eisausdehnung aktuell (Arctic ROOS)

AMSR-E sea ice concentration IFM Hamburg

Arktische Eisausdehnung 1978-2009 (Cryosphere Today)

Antarktische Eisausdehnung 1978-2009 (Cryosphere Today)

Temperaturen in der Arktis im Jahresverlauf (DMI)

Global Sea Surface Temperatures (climate4you)

EIKE Gastautor Rudolph Kipp; Der Beitrag erschien zuerst auf Readers Edition