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Kohlenstoff-Kolonia­lismus zurück­weisen!

Mit einer glänzenden Zurschaustellung von Menschlichkeit und gesundem Menschenverstand hat jetzt die African Development Bank (AfDB) seine Beziehungen zur Weltbank und deren den Kohlenstoff-Kolonialismus unterstützenden Gesinnungsgenossen abgebrochen. Die AfDB hat angekündigt, dass sie wieder Projekte zur Energieerzeugung auf der Grundlage von Kohle und Gas fördern wird. Der Präsident der AfDB Akinwumi Adesina drückt es so aus: „Afrika muss seinen Energiesektor mit dem entwickeln, was es hat!“

Adesina weiter: „Die entscheidende Voraussetzung für Afrika ist die Energieerzeugung. Der Kontinent weist die geringste Elektrifizierungsrate der Welt auf. Der Energieverbrauch pro Kopf in Afrika beträgt geschätzt 613 kWh pro Jahr. Man vergleiche dies mit dem Energieverbrauch in Europa mit 6500 kWh und in den USA mit 13.000 kWh. Energie ist mit großem Abstand oberste Priorität in Afrika.

Ja, die Investitionen sind teuer, aber die langfristigen Ergebnisse werden diesen Preis weit übertreffen. Um den allgemeinen Zugang zu Strom zu beschleunigen, investiert die Bank 12 Milliarden US-Dollar in den Energiesektor und bemüht sich um Mobilisierung von 45 bis 50 Milliarden Dollar von anderen Partnern“.

Nur 1 Stunde am Tag Strom

Überträgt man dies in verständliche Alltagszahlen, dann bedeuten diese Zahlen, dass der Strom, welcher überhaupt erst einen modernen Lebensstil ermöglicht ebenso wie Arbeitsplätze, Produktivität, Lebensstandards, Gesundheit, Kommunikation, Computer, Unterhaltung und Lebensspannen, den Afrikanern nur in erbärmlichen 4,7% von dem zur Verfügung steht, auf was sich die Amerikaner stützen. Man stelle sich einfach mal vor, Strom nur 1 Stunde am Tag zur Verfügung zu haben … 8 Stunden pro Woche … 411 Stunden pro Jahr – zu total unvorhersagbaren Zeiten, für wenige Minuten, Stunden oder ein paar Tage am Stück. Und das zu einem Preis, der dreimal so hoch ist wie der, den Amerikaner zahlen müssen.

Man versuche mal, auf diese Weise zu leben – oder mit Wind- und Solarsystemen, welche einfach nur sporadisch und unzuverlässig Strom erzeugen – und vielleicht den Pro-Kopf-Strom auf 10 bis 15% des US-Niveaus steigen lässt.

In Botswana, Mosambik, Südafrika, Zimbabwe und vielen anderen afrikanischen Ländern südlich der Sahara gibt es riesige Kohlevorkommen. Der staatliche Stromversorger in Südafrika Eskom schätzt, dass die 53 Milliarden Tonnen an Kohlereserven noch für 200 Jahre den Bedarf decken können! In vielen Ländern gibt es auch enorme Erdgas-Ressourcen.

Diese fossilen Treibstoffe dürfen nicht ignoriert und „im Boden gelassen werden“, um es den Öko-Imperialisten recht zu machen.

Die AfDB wird von der Trump-Regierung unterstützt, welche hinter dieser neuen Politik steht. Die USAID von Trump hat jetzt das Energie-Afrika 2.0-Programm aufgelegt, eine bedeutende Aktualisierung des Programms aus der Obama-Ära, welches erneuerbare Energie fördern und die Verwendung bezahlbarer fossiler Treibstoffe verhindern sollte.

USAID sagt, dass Energie Afrika 2.0 „eines der größten öffentlich-privaten Partnerschaften“ ist in der Historie der Entwicklungshilfe ist, mit Verpflichtungen von über 54 Milliarden Dollar von seinen über 150 Partnern im öffentlichen und privaten Sektor“.

Das Obama-Programm hatte es fertig gebracht, Finanzmittel für gerade mal 7300 MW Stromerzeugungs-Kapazität bereitzustellen (15% dessen, was Deutschland im Jahre 2016 mit Kohle erzeugt hat!) – und das meiste davon bestand in teuren und unzuverlässigen Wind- und Solar-Einheiten. Sogar Bloomberg sagte, dass die „Signatur-Initiative für Afrika“ von Präsident Obama „weit hinter deren Zielen zurückgeblieben war“ (hier) und weniger als 5% des versprochenen Stromes erzeugt hat. Außerdem war fast dieser gesamte Strom nur sporadisch verfügbar und teurer Wind- und Solarstrom – was hunderte Millionen Afrikaner „im Dunklen“ beließ.

Der einzige fossile Treibstoff, der potentiell unter Obamas Programm noch erlaubt war, war Erdgas. Aber selbst diesbezüglich hat es die Overseas Private Investment Corporation abgelehnt, den Bau eines 130-MW-Kraftwerkes in Ghana zu unterstützen, welches sauberes Erdgas verbrannt hätte, das sonst „abgefackelt“ und verschwendet worden wäre.

Der USAID-Administrator Mark Green sagte, das neue Ziel von Power Afrika seien 20.000 MW bis zum Jahr 2020, und zwar mittels „bezahlbarer, zuverlässiger Energie“, womit in den meisten Fällen Kohle gemeint ist. In größerem Rahmen hat die Trump-Regierung eine „global fossil fuel alliance“ auf den Weg gebracht. Energieminister Rick Perry nennt dies oft einen „neuen Energie-Realismus“ bei der Entwicklung des globalen Energiebedarfs und sagt, dass fossile Treibstoffe absolut unabdingbar seien für Entwicklungsländer, vor allem in denjenigen, in denen die Menschen immer noch keinen Strom haben.

Sogar in Südafrika, dem am meisten elektrifizierten und fortschrittlichsten Land im Afrika südlich der Sahara, bedeutet eine unzureichende Stromversorgung zu häufig Stromverknappung, welche die Produktivität von Firmen und Bergbau beeinträchtigt sowie Krankenhäuser und Schulen weit unterhalb optimaler Niveaus arbeiten lässt. Die Raten der Müttersterblichkeit sind 35 mal höher als in den USA, die Tuberkulose-Raten 230 mal höher, und Tausende sterben immer noch jedes Jahr an Lungen- und Darmkrankheiten.

Aber die Kohlenstoff-Kolonialisten der Weltbank haben trotzdem Südafrika brüskiert, als das Land einen Kredit zur Fertigstellung des Kohlekraftwerkes Medupi beantragte – trotz fortschrittlicher Verfahren zur Verschmutzungskontrolle. Mit der Behauptung, dass das Projekt Klima- und Nachhaltigkeits-Ziele verletzt, haben der Sierra Club und andere Agitatoren die Bank gedrängt, den Antrag abzulehnen. Die Obama-Regierung stimmte ultimativ „present“ [?] und der Kredit wurde nur durch eine Mehrheit anderer Mitgliedsländer bei der Weltbank genehmigt.

16% der Weltbevölkerung – und 53% ohne Strom

Lässt man Südafrika einmal außen vor, „erfreuen“ sich die Nationen südlich der Sahara an einem minimalen Stromverbrauch von 181 kWh pro Kopf und Jahr, das sind 1,4% des Stromverbrauchs eines normalen Amerikaners! Tatsächlich leben in Afrika 16% der Weltbevölkerung – und 53% der Weltbevölkerung ohne Stromanschluss! Da ist es kein Wunder, dass Botswana, Kenia, Tansania und andere Länder ihr Schicksal in die eigene Hand nehmen und Dutzende Kohlekraftwerke errichten.

Prof. Rosemary Falcon weist darauf hin, dass saubere Kohle nicht nur praktikabel, sondern auch die billigste Art ist, Strom zu erzeugen auf einem Kontinent, wo doppelt so viele Menschen wie die USA Einwohner haben ohne Strom leben müssen. Ihre „Forschungsgruppe nachhaltige Kohle“ entwickelte ein Verfahren, mit welchem Kohle minderer Qualität von Kohle besserer Qualität unterschieden werden kann. Die Kohle minderer Qualität wird gebrochen und alle Komponenten entfernt, die nicht gut brennen. Diese dann in fortschrittlichen Kohlekraftwerken zu verbrennen erzeugt mehr Strom mit „weniger Asche, weniger Rauch, mehr Wärme und längerer Brenndauer“. Das ist saubere Kohle.

Jedes Land könnte so verfahren, falls nur der „politische Wille“ dafür vorhanden wäre, sagt der Nigerianer Sam Bada, Mitglied in Falcons Team. „Ich bin es leid, von Menschen in reichen Ländern belehrt zu werden, welche niemals auch nur einen Tag ohne Strom leben mussten. Vielleicht sollten sie einfach nach hause gehen und ihre Kühlschränke, Heißwasserbereiter, Laptops und Lichter ausschalten. Dann sollten sie monatelang so leben und uns sagen, die wir Jahre lang unter diesen Umständen gelitten haben, keine Kohle zu verbrennen“.

All dies hilft zu erklären, warum die AfDB das macht, was alle MDBs tun sollten. Sie hat 12 Milliarden Dollar für ein Programm bereitgestellt mit der Bezeichnung „New Deal on Energy for Africa”. Mr. Adesina sagt dazu: „Afrika hat viel Energiepotential, aber das Potential allein erzeugt gar nichts. Wir können nicht damit fortfahren, Afrika als den ,dunklen Kontinent‘ zu begreifen. Wir müssen unsere Pläne beschleunigen, um Afrika mit Licht und Energie zu versorgen“.

Technologien „grüner“ Energie existieren nicht … außer in Klassenräumen, Computermodellen, IPCC-Berichten, Al Gore-Lektionen und befürwortender Literatur.

Es hilft zu erklären, warum Afrika, China, Indien, Indonesien und andere es ablehnen, den Verbrauch von Kohle und Gas einzuschränken – und es gleichermaßen ablehnen, sich auf „grüne“ Energie-Technologien zu verlassen, die nicht existieren … außer in Klassenräumen, Computermodellen, IPCC-Berichten, Al Gore-Lektionen und der Literatur von Unternehmen erneuerbarer Energie.

Behauptungen der Art, dass 97% aller Wissenschaftler darin übereinstimmen, dass wir vor einem „Kipp-Punkt“ des vom Menschen verursachten Klimawandels stehen, sind nur dann richtig, wenn man über Bürokraten, Aktivisten und Klimatologen spricht, die üppige Gelder der Steuerzahler einsacken und die Menschen für ein vermeintliches Klima-Chaos verantwortlich machen. Jenseits des Tellerrandes, über den sie nie schauen, gibt es zuhauf rationale wissenschaftliche Diskussionen über globale Erwärmung und Abkühlung, die Segnungen von Kohlendioxid und eine ganze Palette damit zusammenhängender Themen: hier, hier, hier, hier, hier und hier, um nur einige zu nennen.

Und wie kann irgendjemand vermeintliche Klimaprobleme vergleichen mit den sehr realen, unmittelbaren und tödlichen Problemen der Dritten Welt, verursacht und verewigt, indem die Menschen dort gezwungen werden, sich weiterhin auf Holz, Holzkohle und Dung zu verlassen – also die Treibstoffe, die zu Armut, Elend, Krankheit und frühen Tod führen? Die Menschen in diesen Ländern sind keine entbehrlichen Versuchstiere, mit denen man Programme erneuerbarer Energie ausprobieren kann. Sie dürfen nicht länger so behandelt werden.

Viele Länder unterzeichneten das Paris-Abkommen, weil man ihnen zahllose Milliarden Geld für Abschwächung, Anpassung und Kompensation versprochen hatte. Der Green Climate Fund [auf Deutsch beim EIKE hier] ist inzwischen praktisch außer Betrieb. Dessen Direktor ist zurückgetreten, und nahezu niemand bedauert das. Eigentlich sollte das ein weiterer lauter globaler Weckruf sein.

Entwicklungsländer erkennen immer mehr, dass sie weitgehend auf sich gestellt sind. Andere Nationen sollten ihnen folgen und diese tragische Faszination für das Zauberpulver ,grüne Energie‘ ablegen. Die Welt braucht nach wie vor Öl, Gas, Kohle, Kern- und Wasserkraft – also die Treibstoffe, welche moderne Lebensstandards, Wohlstand, Gesundheit und gutes Leben überhaupt erst möglich machen.

Paul Driessen is senior policy analyst for the Committee For A Constructive Tomorrow and author of books and articles on energy, climate change and economic development. David Wojick is an independent analyst specializing in science and logic in public policy.

Link: https://www.iceagenow.info/rejecting-carbon-colonialism/




Armut und Energie

[* BTU = British Thermal Unit; Britische Wärmeeinheit ( = 1.055,06 J)]

Vor dem industriellen Zeitalter, welches mit den ersten praktischen, mit Kohle und Holz angetriebenen Dampfmaschinen begann (zwischen 1712 und 1776) waren Sklaverei und Leibeigene allgemein verbreitet. Im Jahre 1800 machte diese Gruppe über 90% der Weltbevölkerung aus. Einige wenige Menschen, die in Saus und Braus lebten, bedurften Massen von Dienern und Haustieren, um für sie die Arbeit zu machen. Jetzt, im Zeitalter von Strom, Petroleum und Kernkraftwerken, kann die meiste Arbeit durch Maschinen erledigt werden. Nicht länger leben einige wenige wohlhabende Menschen von der Arbeit Anderer – jeder mit Zugang zu Energie kann gut leben.

Vor dem industriellen Zeitalter war fast jeder extrem arm, wie Abbildung 1 zeigt. Heute sind es weniger als 10%, die in extremer Armut leben.

Abbildung 1: prozentualer Anteil der Bevölkerung in extremer Armut (Einkommen weniger als 1,90 Dollar pro Tag oder etwa 2774 Dollar pro Jahr) im Jahre 2011. PPP (purchase power parity) ist orange dargestellt mit der Skala rechts. Der gesamte Verbrauch fossiler Energie in Terawattstunden (ein Terawatt entspricht 1X1012 Watt) ist blau dargestellt mit der Skala rechts. Die Daten bzgl. Armut und Verbrauch fossiler Treibstoffe stammen von ourworldindata.org von Hannah Ritchie und Max Roser. Die älteren Daten stammen von (Bourguignon and Morrisson 2002) und die jüngeren Daten von der Weltbank.

Während über 90% der Menschen im 19. Jahrhundert in extremer Armut lebten, ist diese extreme Armut seitdem in der westlichen Welt vollständig verschwunden und auch in der Dritten Welt rapide und mit sich beschleunigender Rate auf dem Rückzug. Abbildung 2 zeigt die Anzahl der Menschen in verschiedenen ausgewählten Gebieten und der ganzen Welt, die in extremer Armut leben. Die USA, die EU und Kanada sind nicht gezeigt, weil in diesen Ländern niemand in extremer Armut lebt.

Abbildung 2: Anzahl der Menschen in extremer Armut in ausgewählten Gebieten und der ganzen Welt. Heruntergeladen von ourworldindata.org, Daten zusammengestellt von der Weltbank.

Das einzige Gebiet mit einer signifikanten Zunahme extremer Armut in Abbildung 2 findet sich in Afrika südlich der Sahara, aber diese Zunahme hat sich seit 2010 merklich abgeflacht. Die meisten übrigen sehr Armen leben in China, Indien und Afrika. Die sehr Armen verfügen typischerweise zu Hause nicht über fließendes Wasser oder sanitäre Einrichtungen und auch nicht über Strom. Jedwedes Obdach, das sie haben, ist in schlechtem Zustand, sie haben keinen Zugang zum Transportwesen und oft auch nicht zu Schulen. Sie beziehen ihre Energie aus der Verbrennung von Holz, Kohle oder Dung – in ihren Unterkünften ohne angemessene Ventilation. Dies ist der primäre Grund dafür, dass über vier Millionen Menschen jedes Jahr an Verschmutzung in Innenräumen sterben (hier), wie von der WHO verlautet.

In diesem Beitrag ziehen wir die Definition der Weltbank bzgl. extremer Armut heran. Als extrem arm gelten Menschen mit einem Einkommen unter 1,90 Dollar pro Tag (2011). PPP-Dollar ist eine Angabe zu Korrekturen der Unterschiede des Preisniveaus lebensnotwendiger Güter von Land zu Land. Diese Menge scheint eine Andere zu sein als die bisher gültige Definition von 1 Dollar pro Tag, aber da diese bereits seit dem Jahr 1996 galt, ist die neue Definition aus dem Jahr 2011 dazu in etwa äquivalent. Im Jahre 2011 gilt jede vierköpfige Familie als extrem arm, wenn deren Gesamteinkommen (im Grunde ihr Gesamtverbrauch) unter 2774 Dollar pro Jahr liegt.

Homi Kharas hat in einem Weißbuch der Brookings Institution im Jahre 2007 mit dem Titel [übersetzt] „Die beispiellose Ausdehnung der globalen Mittelklasse“ geschätzt, dass diese jährlich um etwa 140 Millionen Menschen zunimmt, und die Zahl scheint jedes Jahr noch weiter zu steigen. Ende 2016 gab es 3,2 Milliarden der Mittelklasse zugeordnete Menschen – eine erstaunliche Zahl, sind es doch über 42% der Erdbevölkerung. Kharas definiert die globale Mittelklasse, wenn eine vierköpfige Familie über 16.060 Dollar pro Jahr und weniger als 160.600 Dollar pro Jahr verdient, jeweils nach 2011 PPS-Dollar.

Die Weltbank definiert die Menschengruppe zwischen extrem arm und der Mittelklasse (also all jene, die mit einem Einkommen über 1,90 und unter 10 Dollar pro Tag auskommen müssen) als mit „geringem Einkommen“. Auch diese Gruppe wächst rapide. Im Gegensatz dazu lautet die Definition von Armut in den USA, dass eine vierköpfige Familie ein Einkommen unter 24.339 Dollar pro Jahr hat, nicht enthalten der Wert kostenloser Nahrungsmittel und medizinischer Versorgung. Die Steuern in den USA steigen rapide mit dem Einkommen, aber trotzdem werden die höheren Steuern nicht berücksichtigt beim Vergleich des Einkommens der „Armen“ nach US-Definition mit den mehr Verdienenden. Dies verzerrt die Maßzahl der Ungleichheit erheblich (mehr dazu hier). Nach den Weltstandards ist eine Familie mit einem derartigen Einkommen fest der Mittelklasse zuzuordnen. Aber die „Armen“ in den USA verfügen über Handys, Autos, Appartements, fließendes Wasser, sanitäre Anlagen, Zugang zu Schulen sowie über ein verfügbares Einkommen, welches fast so hoch ist wie bei den Gruppen mit niedrigem Einkommen und der Mittelklasse in den USA. Über all diese Einrichtungen verfügen in weniger entwickelten Ländern ausschließlich die Mittelklasse und reichere Menschen.

Die Korrelation zwischen der Reduktion extremer Armut und totalem verbrauch fossiler Treibstoffe in Abbildung 1 ist sehr verführerisch. Abbildung 3 zeigt diese Relation mittels Daten von 1820 bis 2015. Die Daten wurden heruntergeladen von ourworldindata.org. Die frühen Energiedaten in Abbildung 3 stammen aus dem Buch von Vaclav Smil Energy Transitions: Global and National Perspectives (2. edition) (Smil 2017), und die späteren Daten aus BP Statistical Review of World Energy hier. Die Daten bzgl. Armut stammen von (Bourguignon and Morrisson 2002) sowie von der Weltbank.

Abbildung 3: Der Gesamtverbrauch fossiler Treibstoffe ist auf der X-Achse aufgetragen und der prozentuale Anteil extrem armer Menschen an der Gesamt-Weltbevölkerung auf der Y-Achse. Die Relation ist mit einem Wert R² von 0,99 sehr hoch. Andere Energiequellen wie etwa Kern- und Wasserkraft wurden ignoriert, da sie erst zum Ende des Zeitraumes 1820 bis 2015 in Erscheinung traten. Die sich durch Regression ergebende Relation ergibt, dass sich extreme Armut um 1% reduziert mit jeder Zunahme des globalen Verbrauchs fossiler Treibstoffe um 1628 TWh. Die Regression ist signifikant bei einem F der Regression von 3,7 X 10-21, das ist viel höher als 99,999. 23 Werte sind geplottet und der Regression unterzogen worden. Zusammenstellung der Daten (siehe oben) von Hannah Ritchie und Max Roser.

Aus Abbildung 3 geht nicht hervor, dass sich das Niveau extremer Armut verringert hat aufgrund des gesteigerten Verbrauchs fossiler Treibstoffe, aber sie zeigt die starke Relation zwischen beidem und dass der Verbrauch fossiler Treibstoffe der Hauptgrund gewesen sein könnte für die Reduktion der Armut. Energieverbrauch und Armut sind heute ungleich in der Welt verteilt. Abbildung 4 zeigt die globale Verteilung des Gesamt-Energieverbrauchs:

Abbildung 4: Energieverbrauch der Welt. Daten und Graphik erstellt von Hannah Ritchie und Max Moser.

Wie zu erwarten war, zeigt Abbildung 4, dass die wohlhabenderen Länder viel mehr Energie verbrauchen als die ärmeren Länder. Trägt man den Gesamt-Energieverbrauch gegen das BIP des Jahres 2011 in konstanten internationalen Dollars auf, ergibt sich die Graphik in Abbildung 5. Dabei handelt es sich um eine Graphik erstellt aus Daten aus 211 Ländern und Regionen. Die Daten wurden wieder von ourworldindata.org heruntergeladen und von den UN, der IEA und der Weltbank zusammengestellt.

Abbildung 5: Graphik und Regression des BIP pro Kopf in konstanten internationalen Dollars im Vergleich zum Energieverbrauch in kg Öl-Äquivalent. Es sind 212 Länder und Regionen erfasst, die Werte sind das Mittel des Zeitraumes 1990 bis 2014. Datenquellen siehe oben.

In Abbildung 5 ist der primäre Pro-Kopf-Energieverbrauch aufgetragen im Vergleich mit dem BIP pro Kopf. Die Punktwerte sind die Mittelwerte der jährlichen Gesamtzahlen von 1994 bis 2014. Die Korrelation ist nicht allzu groß, aber akzeptabel, das F der Regression ist signifikant auf dem Niveau 1,4 X 10-67. Dies zeigt, dass die beiden geplotteten Werte sehr eng korrelieren und dass jedes Kilogramm Öl-Äquivalent (Pro-Kopf-Verbrauch) das BIP im Mittel um 53 Cent pro Person wachsen ließ, und zwar im Zeitraum 1990 bis 2011. Ein Barrel Öl enthält 140 kg Öl, welches derzeit etwa 68 Dollar kostet (grob etwa 63,50 Dollar im Jahre 2011) oder 45 Cent pro Kilogramm. Die gleichen Werte kann man in der Zeitdimension von Abbildung 6 betrachten.

Abbildung 6: Während der mit Daten belegten Jahre zeigen Energieverbrauch und BIP den gleichen Trend. Originaldaten stammen von der IEA und der Weltbank.

Die in Abbildung 5 erkennbare Korrelation erscheint auch in Abbildung 6. In Abbildung 7 vergleichen wir den weltweiten Energieverbrauch pro Kopf mit dem BIP pro Kopf, aber jede Beobachtung umfasst ein Jahr anstatt eines Landes oder einer Region wie in Abbildung 5. Man erinnere sich, dass wir in Abbildung 5 einfach die Daten von 1990 bis 2014 verglichen haben, während die Jahre in Abbildung 7 separat geplottet sind.

Abbildung 7: Weltweiter Energieverbrauch in kg Öl-Äquivalent im Vergleich zum BIP in konstanten internationalen 2011-Dollars. Jede Beobachtung umfasst ein Jahr (1990 bis 2014). Daten von der IEA und der Weltbank.

Das R² hat sich gegenüber Abbildung 5 mit dieser jährlichen Betrachtung verbessert.Obwohl wir in dieser Regression nur 25 Beobachtungen haben im Vergleich zu den 212 Beobachtungen in Abbildung 5, ist die F-Statistik der Regression signifikant bei 1,2 X 10-12. Gelangen Menschen aus Armut zur Unter- und Mittelklasse, geben sie mehr Geld aus. Das ist der Grund, warum sich die Energiezunahme in Asien und dem Pazifik konzentriert, wie Abbildung 8 zeigt:

Abbildung 8: Energieverbrauch der Welt nach Region. Datenquellen wie vor.

In Abbildung 9 sind die Daten bzgl. fossiler Treibstoffe für ausgewählte Länder und Regionen dargestellt. Das Bild ist eindeutig: Während der Verbrauch fossiler Treibstoffe in der EU, der OECD und den USA rückläufig ist, steigt er viel schneller in Afrika, China und Indien. Teils liegt das daran, dass in diesen Regionen viel mehr Menschen leben, aber auch an der rapiden Abnahme extremer Armut in der Dritten Welt. Wenn die Menschen aus der Armut herausgefunden haben, verbrauchen sie mehr Energie, und zwar für grundlegende Dinge wie sauberes Wasser, sanitäre Anlagen und gesunde Nahrungsmittel – aber auch für Luxus wie Autos, Air Condition, Heizung und Handys.

Abbildung 9: Verbrauch fossiler Treibstoffe in ausgewählten Ländern und Regionen. Datenquellen wie vor.

Pro Dollar BIP verbrauchen Menschen mit niedrigem Einkommen mehr Energie. Aber wenn ihr Einkommen steigt, verbrauchen sie die Energie effizienter, wie aus Abbildung 10 hervorgeht. Die Graphik zeigt das Verhältnis zwischen BIP und verbrauchter Energie für Länder mit niedrigem bzw. hohen Einkommen. Dies kann dem Umstand geschuldet sein, dass Länder mit hohem Einkommen die Infrastruktur zur Energieversorgung bereits fertig eingerichtet haben, während sie in Ländern mit niedrigem Einkommen erst hergestellt werden muss. Solange die Infrastruktur nicht vorhanden ist, ist der Energietransport teuer und unzuverlässig.

Abbildung 10: Energieeffizienz dargestellt als BIP pro verbrauchte Energie in Ländern mit hohem bzw. niedrigem Einkommen. Datenquellen wie vor.

Die Infrastruktur in China ist fast vollendet, und wie man Abbildung 9 entnehmen kann, ist die rapide Zunahme des Verbrauchs fossiler Treibstoffe dort abgeflacht nach der sehr starken Zunahme von 2002 bis 2013. Kohle ist bei Weitem die populärste Energiequelle bei der zuverlässigen Erzeugung von Strom. Kohle deckt nach wie vor immer noch 40% des Welt-Strombedarfs, egal was man aus den blaffenden Nachrichtenmedien hört – siehe Abbildung 11:

Abbildung 11: Kohle ist der größte primäre Treibstoff bei der Stromerzeugung – heute ebenso wie in vorhersehbarer Zukunft.

Während der weltweite Kohleverbrauch von 2013 bis 2016 sank, hat er 2017 wieder zugenommen. ExxonMobil und die IEA erwarten, dass sie noch mindestens bis zum Jahr 2030 der primäre Energielieferant bleibt.

Abbildung 12 zeigt, dass der Kohleverbrauch während des Ausbaus der Infrastruktur in China in dem Land in die Höhe geschnellt ist.

Abbildung 12: Kohleverbrauch in ausgewählten Ländern. Daten wie vor von ourworldindata.org.

Afrika, ein Kontinent mit sehr begrenzter Energie-Infrastruktur, aber bewohnt von über einer Milliarde zumeist armer Menschen, zeigt kaum Veränderungen von Jahr zu Jahr. Indiens Kohleverbrauch steigt und sieht aus wie der in China vor 25 Jahren. Indien verfügt über gewaltige Kohlereserven, den fünftgrößten weltweit, sowie über eine Milliarde Menschen, zumeist sehr arm. Das Land holt ökonomisch sehr schnell auf, und da Zugang zu zuverlässigem Strom für eine vitale Ökonomie lebenswichtig ist, könnte der Verbrauch dem Weg Chinas folgen. Indiens Verpflichtung, CO2-Emissionen und den Kohleverbrauch zu reduzieren, beträgt ein Prozent des BIP (Energieeffizienz). Falls man also dort dem normalen Verlauf der Infrastruktur-Entwicklung folgt wie China, wird man seiner Verpflichtung gerecht, aber die CO2-Emissionen steigen.

Strom ist in gewisser Weise verschwenderisch, weil nur 28% der Primärenergie zu dessen Erzeugung in brauchbarer Form an die Verbraucher geliefert wird (EIA 2012), aber Strom ist nichtsdestotrotz unabdingbar für sauberes Wasser und sanitäre Einrichtungen, Krankenhäuser und Kommunikation. Aus diesen und vielen anderen Gründen ist er Grundvoraussetzung für wirtschaftliches Wachstum und Reduktion der Armut, wie aus den Abbildungen 13 und 14 hervorgeht:

Abbildung 13: Pro-Kopf-BIP und Prozentanteil der Bevölkerung mit Zugang zu Strom pro Jahr für die Welt.

Abbildung 14: Korrelation zwischen dem Prozentanteil der Bevölkerung mit Zugang zu Strom und BIP pro Kopf für den Zeitraum 1990 bis 2014. Datenquelle wie vor.

Wie beim Verbrauch fossiler Treibstoffe und dem Gesamt-Energieverbrauch ist auch der Zugang zu und der Verbrauch von Strom sehr eng korreliert mit Wohlstand. Infolge der Bedeutung von Strom für die Aufbereitung und Zulieferung von sauberem Wasser, sanitäre Anlagen und Gesundheitsvorsorge ist Strom auch unabdingbar für die Gesundheit eines Volkes.

Schlussfolgerungen und Diskussion

Die Korrelation zwischen Zugang zu Energie, vor allem Strom, und ökonomischen Wohlstand ist sehr stark. Diese starke Korrelation zeigt, beweist aber nicht, dass verfügbare und bezahlbare Energie unabdingbar ist, wenn man die Armut zurückdrängen will. Es zeigt auch, dass wenn man einem Volk den Zugang zu Energie verwehrt die Armut deutlich zunimmt. Andere Faktoren können ebenfalls zu Armut beitragen, etwa Korruption der Regierung, ausufernde Kriminalität und Kriege, aber mit Sicherheit ist der Zugang zu bezahlbarer Energie eine entscheidende Komponente für wirtschaftlichen Erfolg.

Im Jahre 1990 lebten etwa 2 Milliarden Menschen in extremer Armut. Inzwischen ist diese Zahl auf 700 Millionen gesunken. Gegenwärtig kommen jeden Tag über 200.000 Menschen aus der Armut und gelangen in die niedrige oder mittlere Klasse. Einkommens-Ungleichheit in der Welt ist heute geringer als zu jeder Zeit der Menschheitsgeschichte. Sogar in den USA hat sich diese Ungleichheit substantiell erniedrigt, unabhängig davon, was die Medien hinaus posaunen. Phil Gramm und Robert Ekelund haben sogar spekuliert, dass es die steigende Gleichheit zwischen der arbeitenden Bevölkerung und Empfängern von Wohlfahrtshilfe war, was zur Wahl von Donald Trump als Präsident beigetragen hat. Sie schrieben in einem Op-Ed am 24. Juni 2018 im Wall Street Jorunal:

Die neue Analyse (Early 2018) wurde im April von John F. Early vom Cato Institute veröffentlicht. Er war einst leitendes Kommissionsmitglied im Bureau for Labor Statistics. Seine Analyse enthält die derzeit umfassendste Darstellung, wie Steuern und Regierungs-Zahlungen die Verteilung des Einkommens in den USA beeinflussen. Seine Studie enthält auch die Ausgaben der Regierung von etwa 1 Billion Dollar, welche in den Tabellen der Einkommens-Verteilung des Census-Büros der USA nicht auftauchen. Das schließt u. A. Gesundheitshilfe, Essensmarken, Steuernachlässe und 85 andere regierungsamtliche Zahlungen und Dienstleistungen ein, zusammen mit ähnlichen Verteilungen in [US-]Staaten und Regionen. In der Studie werden auch Steuern vom registrierten Einkommen eines Individuums subtrahiert, was ebenfalls in den Census-Daten nicht erfolgt ist.

Das überraschendste Ergebnis ist der erstaunliche Grad von Gleichheit unter den 60% Amerikanern mit niedrigerem Einkommen, teilweise erzeugt durch die Explosion der Ausgaben für soziale Belange und die ökonomische und gehaltliche Stagnation während der Obama-Ära. Hart arbeitende Familien mit mittlerem oder geringem Einkommen müssen erkannt haben, dass ihre Bemühungen sie nur wenig besser dastehen lassen als die wachsende Zahl von Empfängern regierungsamtlicher Hilfen. Die empfundene Ungerechtigkeit diese Gleichheit half bei der politischen Verschiebung unter den Arbeitern, von denen viele die Pro-Wachstum-Kandidatur von Donald Trump im Jahre 2016 unterstützten, obwohl sie während der vorangegangenen beiden Präsidentenwahlen für Mr. Obama gestimmt hatten.

Infolge der starken Steigerung der Steuerrate mit steigendem Einkommen und den erheblichen Zahlungen der Regierung an das untere Fünftel der US-Bevölkerung kam die Early-Studie zu dem Ergebnis, dass während das untere Fünftel nur 2,5% des verdienten Einkommens vom gesamten verdienten Einkommen ausmacht, sie den gleichen Anteil am verfügbaren Einkommen haben wie das zweite Fünftel. Arbeiter mit mittlerem Einkommen verdienten etwa sechs mal so viel wie das untere Fünftel, verfügten aber nur über 20% mehr verfügbares Einkommen. Sie folgerten, dass diese grundlegende Unfairness gegenüber der Arbeiterklasse von der Öffentlichkeit bemerkt wurde und eine große Rolle bei der Präsidentenwahl gespielt hat.

Richter William Alsup, ein Bezirksrichter der USA in Kalifornien, wies jüngst eine Klage verschiedener Gemeinden in Kalifornien gegen eine Anzahl von Öl- und Gasunternehmen ab [hier, in deutscher Übersetzung beim EIKE hier]. Die Gemeinden verlangten Entschädigungszahlungen gegen ein potentielles zukünftiges Steigen des Meeresspiegels, welches ihren Behauptungen zufolge den steigenden Kohlendioxid-Emissionen durch die Verbrennung von Öl und Gas geschuldet ist. Die Ansicht des Richters (seine Begründung steht hier) bestätigt den Tenor dieses Beitrags ziemlich genau:

Hinsichtlich des Gleichgewichtes zwischen der sozialen Dienstleistung und der Schwere des vermeintlichen Schadens ist es richtig, dass Kohlendioxid aus der Verbrennung fossiler Treibstoffe globale Erwärmung verursacht hat. Aber gegen dieses Negativ müssen wir das Positiv aufrechnen: unsere industrielle Revolution und die Entwicklung unserer modernen Welt wurde buchstäblich durch Kohle und Öl überhaupt erst möglich. Ohne diese Treibstoffe wäre dies unmöglich gewesen. Alle haben wir davon profitiert. Nachdem wir die Vorteile dieses historischen Prozesses eingeheimst haben, ist es dann wirklich fair, jetzt unsere eigene Verantwortung bzgl. des Verbrauchs fossiler Treibstoffe zu ignorieren und die Verantwortung für globale Erwärmung jenen aufbürden, die geliefert haben, was wir haben wollten? Ist es im Lichte dieser Vorteile wirklich fair zu sagen, dass der Verkauf fossiler Treibstoffe unvernünftig war?*

[*Übernommen aus der Übersetzung des entsprechenden Beitrags beim EIKE hier].

Der Richter argumentiert, dass wir fossile Treibstoffe nicht verbannen können, vor allem Kohle, oder deren Verbrauch verbieten können ohne auch die Folgen dieser Maßnahmen zu bedenken. Die Restriktion fossiler Treibstoffe oder auch schon die Verteuerung derselben wird mit Sicherheit die Reduktion von Armut in der Welt verlangsamen, wenn sie nicht sogar der Ausbreitung von Armut Vorschub leistet. Ist das fair?

References:
Bourguignon, François, and Christian Morrisson. 2002. “Inequality among World Citizens: 1820-1992.” The American Economic Review 92 (4). http://piketty.pse.ens.fr/files/BourguignonMorrisson2002.pdf .

Early, John. 2018. Reassessing the Facts about Inequality, Poverty, and Redistribution. CATO Institute, CATO Institute. https://object.cato.org/sites/cato.org/files/pubs/pdf/pa-839-updated.pdf?mod=article_inline .

EIA. 2012. “Electricity’s share of U.S. delivered energy has risen significantly since 1950.” Today in Energy,
March 2. https://www.eia.gov/todayinenergy/detail.php?id=5230 .

EIA. 2017. “What is U.S. electricity generation by energy source?” https://www.eia.gov/tools/faqs/faq.php?id=427&t=3 .

Smil, Vaclav. 2017. Energy Transitions, Global and National Perspectives. Santa Barbara: Praeger.
https://books.google.com/books? l=en&lr=&id=X2doDQAAQBAJ&oi=fnd&pg=PP1&dq=Energy+Transitions:+Global+and+National+Perspectives+(2nd+edition)+&ots=sdzvQtrjOU&sig=CleGMY22BPMcJrOAbgbJJ1Wp-Vo#v=onepage&q=Energy%20Transitions%3A%20Global%20and%20National%20Pe.

Link: https://wattsupwiththat.com/2018/06/26/poverty-and-energy/

Übersetzt von Chris Frey EIKE