Aktuelle Klimamodellsimulationen überschätzen den zukünftigen Anstieg des Meeresspiegels

Demmig - Cabo san Lucas

Charles Rotter, Utrecht University
Die Schmelzrate der Eisdecke der Antarktis wird hauptsächlich durch den Anstieg der Meerestemperaturen in der Umgebung der Antarktis gesteuert. Mithilfe einer neuen, höher auflösenden Klimamodellsimulation fanden Wissenschaftler der Universität Utrecht einen viel langsameren Anstieg der Meerestemperatur im Vergleich zu aktuellen Simulationen mit einer gröberen Auflösung.

Danach ist der projizierte Anstieg des Meeresspiegels in 100 Jahren – wenn außerdem der projizierte Anstieg der globalen Temperatur stimmen würde – mindestens 25% niedriger als aus den aktuellen Simulationen erwartet. Diese Ergebnisse wurden heute von Science Advances veröffentlicht.

Die Schätzungen für einen künftigen Anstieg des Meeresspiegels basieren auf einem großen Ensemble von Klima basierten Modellsimulationen. Die Ergebnisse dieser Simulationen sollen helfen, den zukünftigen Klimawandel und seine Auswirkungen auf den Meeresspiegel zu verstehen. Klimaforscher sind ständig bemüht, diese Modelle zu verbessern, indem sie beispielsweise eine viel höhere räumliche Auflösung verwenden, die mehr Details berücksichtigt. „Hochauflösende Simulationen können die Ozeanzirkulation viel genauer bestimmen “, sagt Prof. Henk Dijkstra. Zusammen mit seinem Doktoranden Kandidat René van Westen hat in  den letzten Jahren Meeresströmungen in hochauflösenden Klimamodellsimulationen untersucht.

Ozeanwirbel

Das neue hochauflösende Modell berücksichtigt Wirbelprozesse im Ozean. Ein Wirbel ist ein große (10-200 km) wirbelnde und turbulente Eigenschaft der Ozeanzirkulation, die zum Transport von Wärme und Salz beiträgt. Das Hinzufügen von Ozeanwirbeln zur Simulation führt zu einer realistischeren Darstellung der Meerestemperaturen um die Antarktis. Dieses ist für die Bestimmung des Massenverlusts der Eisdecke der Antarktis von entscheidender Bedeutung.

„Die Eisdecke der Antarktis ist von Eisschelfs umgeben, die den Fluss von Landeis in den Ozean verringern“, erklärt Van Westen. „Höhere Meerestemperaturen in der Antarktis erhöhen das Schmelzen dieser Eisschelfs, was zu einer Beschleunigung des Landeises in den Ozean führt und folglich zu einem stärkeren Anstieg des Meeresspiegels führt.“

Vergleich des neuen hochauflösenden Modells (links) mit dem zuvor verwendeten niedrigauflösenden Modell (rechts). Bildnachweis: Universität Utrecht

Die aktuellen Klimamodell-Simulationen, die Ozeanwirbel nicht berücksichtigen, gehen davon aus, dass die Meerestemperaturen in der Antarktis unter dem Einfluss des Klimawandels steigen. Die neue hochauflösende Simulation zeigt ein ganz anderes Verhalten und einige Regionen in der Nähe der Antarktis kühlen sogar ab.

„Diese Regionen scheinen angesichts des Klimawandels widerstandsfähiger zu sein“, sagt Van Westen. Dijkstra fügt hinzu: „Man erhält aufgrund von Ozeanwirbel – Effekten sehr unterschiedliche Temperaturreaktionen .“

Vollständiger Artikel hier.

https://phys.org/news/2021-04-current-climate-simulations-overestimate-future.html

von der Universität Utrecht, Fakultät für Naturwissenschaften

Autor Charles Rotter

Gefunden auf https://wattsupwiththat.com/2021/04/12/current-climate-model-simulations-overestimate-future-sea-level-rise/

Übersetzt durch Andreas Demmig

***

PS:

Entschuldigung, das muss raus:

Hier wird wieder nur ein Modell mit einem anderen verglichen.

Ob das nun besser ist???

Nicht zu vergessen: Fast 100 Grad minus: Kälterekord in der Antarktis

https://www.zeit.de/news/2018-07/01/fast-100-grad-minus-kaeltester-ort-kaelter-als-gedacht-180701-99-960062?

Der Übersetzer

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14 Kommentare

  1. Das Abschmelzen Ant/Arktischen Eises ist aus physikalischen Gründen ein sehr laangsamer Prozess. Die Klimapaniker hampeln immer um die Lufttemperatur herum, da die Luft einen sehr geringen Wärmeinhalt hat und und mit geringer Energie erwärmt und abgekühlt werden kann. Um die Eisblöcke an Nord- und Südpol zu schmelzen, muß Wärmeenergie dort hin transportiert werden. Die erforderliche Energie, um Eis zu schmelzen, entspricht der Energie, um Wasser von 0 Grad C auf 80 Grad C zu erhitzen (Wikipedia, jedenfalls, als ich letztes Mal nachgesehen habe). Das kann Luft nicht leisten. Die besprochene Untersuchung geht auch richtig von Meeresströmungen und ihren Temperaturen aus, um einen messbaren Effekt in klimapanishen Zeiträumen darzustellen.

  2. Ich lach mich schlapp! Wenn Eis, das auf dem Meerwasser schwimmt, schmilzt, steigt der Meeresspiegel nicht. Und das Eis, welches auf der Antarktis unten auf Grund aufliegt, schmilzt ja nicht. Die Luft, die vom Ozean umzu kommt, kann diese Eismassen nicht zum Schmelzen bringen. Sie hat bereits die Nullgradgrenze unterschritten.Und noch etwas: Modelle beweisen wissenschaftlich gar nix.

  3. Würde der Meeresspiegel mehr als in der Vergangenheit steigen wären die Malediven schon untergegangen und die chinesischen Banken hätten ihre Assets verloren…

    • Und das neue Anwesen hätte der Herr Obama wegen „Land unter“ gar nicht erst erworben!
      Und die Scheichs da ganz unten hätten ihre neuen Zementhütten in etwas höher gelegenen Gefilden angelegt.

  4. Es ist der Vergleich eines hochaufgelösten Modells mit seinem niedriger aufgelösten Vorgänger. Bei diesem Vergleich zeigt sich, dass die Klima-angetriebene  Meeresspiegelerhöhung der letzten 20 Jahre nur einen Bruchteil der beobachteten ausmacht. Das was fehlt wurde durch interne ( natürliche) Variabilität eingetragen. Das ist schonmal ein gutes Argument gegen das einfache Extrapolieren der Beobachtungen 1994-heute. Es zeigt sich auch, dass die zu erwartende Pegelerhöhung (insbesondere durch den Beitrag der Antarktis) deutlich niedriger ist, als mit dem Vorgängermodell antizipiert. Das sind gute Argumente gegen Doom’n Gloom. Und ja: Modelle sind zu verbessern, denn ohne sie können wir uns am Ende kein realistisches Bild machen über die Zukunft. Man sollte jede solche Verbesserung gut heißen, denn sie machen mehr Realismus, der dringend notwendig ist.      

  5. Was die ganzen Meeresspiegel Panikologen nicht berücksichtigen, die Erde ist keine knallharte Kugel sondern die Kontinente „schwimmen“ auf dem flüssigen Kern wovon man sich an jedem Vulkan persönlich überzeugen kann. Nimmt man der Antarktis das Eisplateau weg, fehlt Masse und der Kontinent hebt sich, was bedeutet, das sich woanders etwas entsprechend absenken muss. Ich behaupte, das Heben und Senken von Landmassen und  Luftdruck und Meeresströmungen bestimmen die lokale Höhe des Meeresspiegels. die Gefahr der Eisschmelze ist eine klassische Milchmädchenrechnung und keines Ingenieurs würdig. Was sagen die Spezialisten  zu meiner Meinung ?

    • An ihren Einschränkungen ist eine ganze Menge dran. Es fällt schon auf, dass an den Küsten die Tidenstände langjährig nur um ca. 1 mm/Jahr steigen. Während die extrem komplizierten Satellitenmessungen ca. 3 mm/Jahr ergeben. Die Potsdämlichen Alarmforscher finden dann einen kurzen Zeitabschnitt, der angeblich 4 oder gar 6 mm  gestiegen ist. Und machen mit dieser „sensationellen Alarmbotschaft“ die Welt verrückt, so kürzlich geschehen. Halt wie Grüne und wie Alarmforscher eben agieren. „Die Wissenschaft“, wie Greta, Murksel und einige Grüne hier diese Alarmforschung nennen.

    • >>Was sagen die Spezialisten  zu meiner Meinung ?<<

      Seit wann muß man „Spezialist“ sein, um etwas zu beurteilen, was zu meiner Schulzeit bereits Allgemeinbildung war?

      Und es ist natürlich korrekt, daß sich die Wassermasse der Erde nicht verändert, aber deren Volumen temperaturabhängig ist. Bei Süßwasser liegt die maximale Dichte bei 4 °C vor. Und bei welcher Temperatur erreicht die das Meerwasser mit den ca. 3,5 %Salzgehalt?

       

    • Herr Hoffmann,

      Sie haben vollkommen recht. Ihr Wunsch nach mehr Fachwissen und Spezialisten  ist glücklicherweise leicht zu erfüllen. Bei GOOGLE finden Sie und  jeder Leser folgenden Artikel: Horst Montag , Meeresspiegelniveau und Erdrotationsvektor…..

      Sitzungsberichte der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften 118(2014) S. 203-2015

      Das Sensationelle darin: der Verfasser listet darin sage und schreibe 16 (sechzehn!) Ursachen für Meeresspiegeländerungen auf ! In dem ,was die Öffentlichkeit   zu lesen bekommt, werden diese Erkenntnisse ignoriert und verschwiegen. Warum? Schüren von Angst, Schuldgefühle und Opferbereitschaft (CO2-Steuer). Man kann es nicht anders als Wissenschaftsskandal bezeichnen, wenn heute im Zusammenhang von Meeresspiegelanstieg nur allein  von Temperaturanstieg,folglich  Gletscherschmelze und letztlich Menschenschuld die Rede ist . Es grenzt an Tragik, wenn sich „Wissenschaftler“ zu derart plumpen , sinnlosen  Forschungen mißbrauchen lassen( müssen). Aber so ist das ja auch beim gesamten Klimathema .

      Gerhard Kühn

       

       

       

       

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